Attribut, n., frz. attribut, embléme, m., engl. attributée, Gegenstand, welcher einer allegorischen od. symbolischen Figur oder einem Porträt als Erkennungsmittel beigegeben wird; man theilt sie ein in 1. wesentliche, innere od. psychische, wenn sie sich auf einen Charakterzug oder eine Eigenschaft etc. beziehen. Sie zerfallen in a) symbolische, welche die Eigenschaft durch Analogie darstellen u. in der Regel schon selbständig als Symbol dienen können; z. B. die Biene, einer weiblichen Figur beigegeben, deutet die Arbeitsamkeit an; dahin gehört der Felsen bei Petrus, der Spiegel der Wahrheit, die Hörner des Moses, — die Heiligenscheine, bei —..— Aerzten der Schlangenstab, Fig. 274. Attische Thüre. und sonstige Attribute, die sich auf Begebenheiten aus dem Leben der dargestellten Personen beziehen. — 3. Attributive Handlungen, z. B. bei der Maria das Halten des Christuskindes auf dem Arm. Die altchristliche Kunst liebte mehr die attributiven Handlungen als trockene beigegebene Attribute; so ist z. B. ein Abraham, der im Begriff ist, den Isaak zu opfern, jedenfalls besser kenntlich, als wenn man ihn als einzelne Figur, blos mit einem Opfermesser in der Hand, darstellt. Vergl. die Art. Allegorie, Symbolik, Statue etc.