Feedabfürben
BaukunstBau-Lexikon 1881

abfürben, 1. akt. Z., frz. donner la dernière couleur, engl. to finish dying, s. v. w. vollständig färben. Ueber das Abfärben von Mauerflächen, von Gebäuden re. s. d. Art. anstreichen, weißen, Farbe, Kalkfarbe, Leimfarbe, Oelfarbe etc. — 2. pass. Z., frz. se déteindre, perdre la couleur, die Farbe verlieren. — 3. frz. Iacher la couleur, engl. topart-withcolour, die Farbe hergeben, mittheilen; wenn ein angestrichener Gegenstand abfärbt, so hat die Farbe entweder von Haus aus zu wenig Bindemittel gehabt od. durch Auswittern einen Theil desselben verloren; s. d. Art. Farbe. abfasen, 1. auch abkanten, abgraten, bekanten, fälschlich auch abfaßen geschr., frz. délarder, écorner, émousser, chanfreiner, engl. to cant-off, to bevel, to bevil, to chamfer, ein Stück Holz oder Stein, d. i. seine scharfen danten in Fasen verwandeln; s. d. Art. Fase. — 2. auch zuschärfen, abschmiegen, abschrägen, frz. biseauter, Ebiseler, tailler en chanfrein, engl. to slope, to chamfer, an dünnen Gegenständen, wie Glastafeln, Klingen, Eisenschienen etc., die schmale Kante zu einer Schärfe abarbeiten. abgefaset, frz. chanfreiné d'en bas, engl. bevelled off.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 8Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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