Anhieb, m., 1. (Forstw.) für Anhau. — 2. (Zimm.) s. v. w. Einstich. Die Zimmerleute pflegen, wenn sie einen Stamm behauen wollen, erst Kerben bis an die abgeschnürte Linie auszuhauen, damit sich die Hauspäne leichter trennen und nicht einreißen; dies Einkerben nun nennt man anhauen oder auch einstechen, die Kerben selbst Anhiebe oder Stiche. — 3. (Bergb.) Beginn des Abtreibens von einem Gange, auch Benennung der ersten ausgehauenen Stroße; s. d. Art. abstroßen und Fig. 26. ö
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 107Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei