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BaukunstBau-Lexikon 1881

Aufbau, m. 1. (Hochb.) die zweite Periode eines Baues, vom Grundlegen bis zum Aufbringen des Daches, worauf dann der Ausbau beginnt. — 2. Etwas darauf Gebautes, ganze oder theilweise Erhöhung an einem Gebäude; z. B. sagt man: die Fagade hat in der Mitte einen A. — 3. Die Gruppirung eines Gebäudes in der Höhenrichtung. Ueber 2. u. 3. s. d. Art. Gruppirung. — 4. s. v. w. Ausladung. nufbauen, akt. Z., 1. s. v. w. aufführen, also entspr. dem Aufbau 1. — 2.s. v. w. höher führen, höher hinaufgehen, also entspr. dem Aufbau 2. — 3. intr. 3., s. v. w. ausladen od. vorstehen, z. B. die Blätter des Kapitäls bauen zu viel auf. — 4. (Hüttenk.) s. v. w. Schlacke ansetzen im Schmelzofen; man sagt: das Erz baut auf, oder: es bildet sich ein „Mann“, dies geschieht zuweilen so stark, daß die Arbeit eingestellt und das Erz aus dem Ofen herausgehauen werden muß. aufbeizen, akt. 3., 1. Gegenstände, auf denen zu viel Olfarbe sitzt, davon reinigen. Sie werden mit Potasche u. Milch, die zusammen gekocht sind, bestrichen; nach einigen Stunden wird man einen Theil der alten Olfarbe abwaschen können; dann wird das Verfahren wiederholt, so oft es nöthig erscheint; auch Kaliseife, bei sehr alter Oelfarbe Atzkali, ist anzuwenden. Vgl. d. Art. reinigen. — 2. Gegenstände, welche gebeizt waren, auf denen aber die Beizung gelitten hat oder abgenutzt ist, von neuem beizen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 182Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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