Feedauszeichnen
BaukunstBau-Lexikon 1881

auszeichnen, akt. 3., 1. franz. distinguer, s. v. w. bezeichnen, hervorheben einen Gebäudetheil vor dem andern; s. Anordnung u. Dekoration. — 2. frz. achever, arreéter, beim Zeichnen s. v. w. ausziehen 1. — 3. Herauszeichnen, 3. B. Details, in größerem Maßstab als die Fagade; auch austragen genannt. — 4. frz. marquerzengl. tomark-out, mit Zeichen versehen, s. bezeichnen und Zeichen. — 5. frz. kaire Lassiétte de ventée, zu verkaufendes Holz a.; s. anlaschen, abschalmen. Außendeich, m., Außenland, n., Butenland, Vorland, Winter- oder Butendeich, frz. avant-digue, f., engl. foxedike (Wasserb.), das vor einem Deich befindliche erhöhte Ufer zum Schutz des Deichs. Außengraben, vorgraben, m., frz. avant-fossé, engl. advanced or second ditch (Kriegsb.), Kollektivname für sämtl. über den Hauptgraben hinaus angelegte Gräben. Außenhafen, Zutenhafen, Vorhafen, m. frz. Avant-port, m., engl. outéer-harbour, s. Art. Hafen. Außenmauer, f.,äußere Manuer, f. s. Umfassungsmauer. Außenpfahl, m., Bordpfahl, vn. frz. pilotis . de bordage, engl. border-pile, standard-p., gauged p., Pfahl in der äußeren Pfahlreiheeines Fangedammes; s. Fanged. Außenseite, Außensläche, Vorderfläche, k., fzParement, un., face, supérficie f. antérieure, cóté m. de devant, engl. facè, surface, supéerficies, sichtbare Seite eines Körpers. So ist A. eines Gebäudes ⸗ Façade; A. einer Mauer = äußere sichtbare Seite; A eines Steins -nach der Façade zugekehrte Seite desselben. Außenthüre, k., frz. porteé extérièuré, avant-porte, engl. ante-port, lat. anti-porta, Vorthür, welche noch vor der eigentlichenHausthürangebracht ist, entweder mittels Vorsetzung einer kleinen Thürvorhalle, oder mittelsHineinziehung dereigentlichen Thür in die Hausflur; s. d. Art. Hausflur und Porch. Außenwand, f., s. v. w. Umfassungswand (s. d.). Außenwerke, n. pl. (Kriegsb.), frz. Ouvragés extérièurs, dehors Fig. m. Ppl. d'une place, engl. out-Works, ital. opere estériori, span. obras extériores. Unter Ain einer Festung versteht man zunächst die Gesamtheit solcher Werke, welche, abgesondert vom Hauptwall, im Hauptgraben liegen u. in ihrer Vertheidigung vom Hauptwall aus unterstützt werden. Hierher gehören: Grabenschere, Ravelin, Contregarde, Contreface, die großen und kleinen Brillen. Andere A., besser u. richtiger äußere Werke, frz. Ouyrages avancés, engl. advanced works, oder vorgeschobene Werke liegen am Fuß des Glaeis oder noch weiter vorgeschoben, hängen aber stets durch vertheidigungsfähige Linien mit der Hauptbefestigung zusammen. Sie sind selbständiger in Bezug auf die Vertheidung als die eigentl. A. Hierher gehören: Hornwerke, einfache und doppelte Kronenwerke, Schérenwerke, Lünetten etc. Eigentliche A.u. äußere Werke haben die Bestimmung, den Feind zu nöthigen, vor dem Angriff auf den Hauptwall zuerst sie zu nehmen, seine Angriffsarbeiten also zwei- oder mehrere Mal zu wiederholen. . üußere Böschung, f. der Brustwehr, s. Art. Brustwehr. äußere Mauer, k., s. Umfassungsmauer. äußerer gedeckter Weg, m., (Kriegsb.), s. Weg, gedeckter. üußeres Polygon, n. (Kriegsb.), s. Polygon. üußere Winkel, m. pl., frz. angles m. Pl. externes, engl.externalangles(Geom.,dieWinkel, welche entstehen, wenn man die eine Seite eines Polygons über die Ecke.“ hinaus verlängert; auch wenn man zwei Parallelen durch eine gerade Linie schneidet, sind die Winkel nach außen hin ä. W. Der ä. W. an einem Dreieck ist immer gleich der Summe der beiden inneren ihm gegenüberstehenden Winkel. Der ä. W. bei Parallelen ist seinem korrespondirenden Winkel zwischen den Parallelen gleich. nußerhalb eines Gebäudes, auswendig, adv., frz. hors d'oeuvre, f., engl. without doors, on the outside, outsidé work, s. v. w. an der Außenseite und in der unmittelbaren Umgebung des Gebäudes. Außerlichkeit, k. Vor Außerlichkeit in der Entwicklung architektonischer Formen hat man sich sehr zu hüten; s. Asthetik. Außertief, v. (Wasserb.), franz. décharge, engl. leat, Ableitungsgraben zum Abführen des Wassers aus einer oder mehreren Schleusen außerhalb des Deiches in den Strom oder die See; muß viel Gefälle haben. Gegensatz davon ist Binnertief(Schleusenkanal, Zuggraben), welches innerhalb des Deiches liegt und das abzuführende Wasser in die Deichschleuse leitet.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 204Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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