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BaukunstBau-Lexikon 1881

Baille, f., franz., 1. auch baillie, f., engl. bailiwic, bailey etc., Ballei, f. Amtsbezirk des Burgvoigts, daher Burghof, outre b.; Burgzwinger; s. d. Art. Burg. — 2. (Kriegsb.) Ueberhaupt umpfählter Ort, Bollwerk, bes. in der Zeit des Uebergangs vom Burgbau zum modernen Festungsbau nannte man so ein meist halbrundes Außen-⸗ werk (daher auch der Name demilune, Halbmond) vor einer Festung; die Italiener machten es später vorn spitzig u. nannten es Revelino (Ravelin, s. d.). Pte. — 3. Steinkohlenmäß in Rochelle (Frankr.) 0,e Berliner Scheffel. — 4. Deutsch Baltje, f., Kufe in Gestalt eines halben Fasses, meist durch Querzersägen eines solchen gewonnen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 225Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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