Balnam, Balam, persische Herberge. Balai, m., frz., 1. Besen. — 2. Annetzer (s. d.). Balance, f., franz., engl. balance, die Wäge; b. ordinaire, Balkenwäge; b. romaine, engl. roman b., steelvard, Schnellwäge; b. à bascule, Brückenwäge; b.aressort, engl. spring-b., Federwäge; b. hydrostatique, das Aräometer. Balance-bridge, s., engl., die Wippbrücke. Balance-gate, s., engl. (Wasserb.), das Drehthor einer Schleuse. Balancier, m., franz., 1. ursprünglich der Balken der zweiarmigen Wäge. — 2. Balancier de pompe, Pumpenschwengel. — 3. B. hydraulique, Schwengel eines Kunstgestänges. — 4. Wägbaum einer Sägemaschine. — 5. B. Vis, Schraubenpresse; b. du b. A vis, Schwunghebel der Schraubenpresse; b. découpoir, Stoßwerk, Kniepresse, Prägmaschine. — 6. Ein in Hüttenwerken mit doppeltem Balggebläse an beiden Blasebälgen angebrachter, in der Mitte befestigter Wägebalken, welcher die Deckel beider Bälge abwechselnd hebt und niederdrückt. — 7. B., deutsch auch Balaneier, Wägebaum (veraltet), engl. peam, work-Fig. 337. Balancier mit Gegenlenker. Und nur Zapfenden ist, indem der Mechanismus kein zwischen geradlinigen Geleisen gleitendes Stück enthält, sondern nur aus Hebeln und Stangen, sogenannten Lenkern und Gegenig. 338. ier mi der eigentliche Zweck, die Geradführung, nicht vollständig erreicht, indem der gerade zu führende Punkt dennoch in einer Kurve schwingt. Unter den älteren Balancierkonstruktionen kann man zwei Hauptarten, B.s mit festem Dreh- oder Schwingungspunkt, und B.s mit beweglichem Schwingungspunkt, richtiger beweglicher Achse, unterscheiden. In Fig. 337 und 338 sind zwei Konstruktionen der ersten Art veranschaulicht. In beiden Figuren ist C 5. feste Drehpunkt, richtiger Drehachse, des gleicharmigen 8. In Fig. 337, welche das Schema eines B. Smit Gegen-Ender zeigt, ist das sichtbare Ende D des B.s mit einer Fig. 339. Balancier mit Watt'schem Parallelogramm (ausgeführh. Stange (Lenker) DB und diese wieder mit einer zweiten, um einen festen Punkt A schwingenden Stange (Gegenlenker) B A verbunden. An dem Lenker D B ist in der Mitte bei E die Kolbenstange K angehängt. In Fig. 338, B. mit Watt'schem Parallelogramm, ist der sichtbare Balancierarm COD mit einem aus zusammenscharnirten Stangen gebildeten beweglichen Parallelogramm DB Dverbunden u. die Kolbenstange K ist bei angehängt, während bei B noch eine Pumpenstange P Platz findet. In Fig. 339 ist die Anordnung nur wenig anders. Hier ist O der Drehpunkt des B.s, A der Angriffspunkt des Gelenkstückes A B, das bei B mit der Kolbenstange verbunden ist, an welche bei Eder der seinen Drehpunkt an dem Gelenkstück OD hat, an welchem bei Fdie Pumpenstange angehängt ist. O, Fund B müssen eine gerade Linie bilden. Die Verbindungsstange DB vervollständigt das Parallelogramm CD B und dient dazu, die Punkte Du. B in gleicher Entfernung zu halten. Dadurch, daß bei Fnoch ein Gelenk ist, wird die bei Anordnung nach Fig. 338 merkbare Abweichung der Kolbenstange von der geradlinigen Bewegung vermindert. Fig. 340 zeigt einen B. mit beweglichem Drehpunkt, indem hier der einarmige Hebel D G eseinen Schwingzapfen in e einem zwischen FührungengleitendenKlotz Ghat, während außerdem noch ein um den festen der Gegenlenker A K — —23 Die Kolbenstange dig. 341. Balancier nach Nehrlich. K ist hier direkt am Ende D des Bis angehängt. In Fig. 341 u. 342 ist eine einfachere Konstruktion in zwei Modifikationen dargestellt; dieselbe ist in neuerer Zeit vom Ingenieur Nehrlich erfunden worden und zeichnet sich durch Einfachheit aus. OD ist wiederum der gleicharmige, um den festen Punkt Oschwingende B. und K die damit verbundene Kolbenstange. Diese hat an ihrem Ende eine Schleife, womit sie ein Gleitstück umfaßt, in w am B. befestigter Zapfen eingesteckt ist, so de darin drehen kann. Außerdem ist die Schleife de stangenendes durch eine seitliche Verlängerung einer kleinen, am B. angreifenden Lenkstange BD verbunden. Im Punkt B kann auch noch e penstange Pängehängt werden. Alle diese Vorr führen aber, wie oben erwähnt, nicht genau, son angenähert gerade. Eine Konstruktion, welche diesen Fehler nicht freilich etwas komplizirter ist, wurde vor einiger Techniker LjubomirKleritj erfunden. Sie ist auf metrischen Satz gegründet: wenn man eine Gerade so bewegt, daß die Enden derselben auf den beiden Schenkeln eines rechten Winkels gleiten, beschreibt der Halbirungspunkt dieser Geraden einen Kreis, dessen Mittelpunkt mit dem Scheitel des Winkels zusammenfällt und dessen Durchmesser gleich der Geraden ist. Will man nun das eine Ende e in Fig. 343 einer Geraden cdsenkrecht führen, so muß man 1. den Halbirungspunkt b der Geraden, die durch die Lenkstange àd repräsentirt wird, mit dem Scheitel a des rechten Winkels durch einen Gegenlenker a b verbinden, um dadurch zu bewirken, daß sich der Halbirungspunkt b im Kreise um àa bewegt, und 2. dem andern Endpunkt d der Geraden eine horizontale Führung geben, deren Richtung durch den Punkt a geht, so daß a d den rechten Winkel darstellt, auf dessen Schenkeln die Geradecdlgleitet. Voraussetzung ist hierbei, daß die Horizontalführung des Punktes dohne gleitende Reibung bewirkt wird; dies geschieht auf folgende Weise. Mit dem Ende dder Lenkstange dist ein Zahnsektor o verbunden, der mit zwei nach außen stehenden Zapfen ese und mit zwei nach innen stehenden Zapfen d d in der Weise, wie Fig. 344 andeutet, versehen ist. Ferner ist beiderseits mit den Zapfen ee ein kurzer Lenker verbunden, der seinen festen Drehpunkt in einem am Gestell des B.s befestigten Lager findet, so daß beide Lenker eef gewissermaßen schwingende — Kurbeln bilden. Der Sektor o steht mit einer konkav cylindrischen, kurzen Zahnstange hi in Eingriff, deren Halbmesser gleich 2 d e efist, u. deren Mittelpunkt in fliegt. Da nun d u. fin der Peripherie des Kreises dofliegen und e um Ksich dreht, während o auf hi sich fortwälzt, so beschreibt der Punkt deine Hypocykloide, die aber in diesem Fall in eine Gerade übergeht, und weil d und fin einem Niveau lieg. diese Gerade auch horizontal. Die Verzahnungen tors und der Zahnstange od. des Gegensektors mi sorgfältig gearbeitet sein, damit kein todter Gangst Meist werden die B.s von Gußeisen angeferti aus Holz; fast immer haben sie die Form einer sel aß er sich struktion sehr großer B.s wird häufig Eisenblech verwandt; es Kolben-es liegen dann die Bleche kreuzweise über einander u. sind noch mit an den gemeinschaftlichen Stellen durch Nieten verbunden. B D oder Ein B. von bedeutendem Gewicht wirkt, ähnlich wie ein eine Pumndern nur hat, aber rZeit vom if den geozen, so ist Schwungrad, zugleich als Kraftsammler und ertheilt dan des Sek-Wdurch der Maschine einen gleichmäßigeren Gang; da aber üssen sehr eine Balancierdampfmaschine viel Platz fordert, da ferner tattfindet. die Verbindung von zwei Maschinen, deren Kurbeln unter tigt, selten einem rechten Winkel stehen, in viel höherem Grad Gleichhrlangen mäßigkeit der Bewegung liefert, so hat man bei vielen Arten von Dampfmaschinen (3. B. bei den oseillirenden) den B. beseitigt; bei Maschinen von großen Dimensionen u. Effekten, z. B. bei der Woolfschen Expansionsmaschine, ist der B. beibehalten worden. 8. Bei Wassersäulenmaschinen kommen auch Bis vor, u. zwar ist ein solcher bei den zweicylindrischen gleichfalls ein zweiarmiger Hebel, der die beiden Treibkolbenstangen mit einander verbindet. Bei den eincylindrischen Wassersäulenmaschinen unterscheidetman mechanische u. hydraulische B.s; der erstere ist wieder ein ähnlicher Hebel, bei welchem durch Gewichte eine die Bewegung des Kolbens unterstützende Kraft erzeugt ist; der hydraulische B. dagegen besteht in einer Vorrichtung mit Röhre, in welcher sicheine Wassersäule ansammelt, welche ähnlich balancirend wirkt, wie beim mechanischen die Gewichte. Sνκα.