Baumpfahl, m., Baumstütze, f., frz. écuyer, tuteur m. d'arbre, engl. tréee-prop, tree-stay, Pfahlzum Anbinden junger Bäume. Die Baumpfähle werden in der Regel aus jungen Stämmen, am besten aus Eiche, Kastanie od. Kiefer gearbeitet, unten 8—10, oben 5—7 em. stark u. 2—5 m. lang, am Stammende zugespitzt u. getheert od. gebrannt, besser noch durch Anstreichen mit verdünnter Schwefelsäure chemisch verkohlt. Am besten stehen die Pfähle auf der Nordwestseite des jungen Baumes. Um keine Wurzel zu verletzen, stellt man den Pfahl beim Einsetzen des Baumes mit in die Baumgrube vor dem Anfüllen der Erde ein. Angebunden wird der Baum an den Pfahl mit Bändern von Stroh, Bast, Weide od. Leder, indem man zwischen Pfahl und Baum ein Büschel Moos einbringt. Bricht der Pfahl weg, oder hat man beim Einsetzen des Baumes das Einstellen des Pfahles unterlassen, so lege man den Baum ins Gehege an, d. h. man setze nordöstlich und südwestlich am Stamm, ungefähr 0,5 m. entfernt, zwei Pfähle und befestige den Baum zwischen denselben mit Stroh-oder Bastseilen.