Bindemittel, n., franz. glutinant, m., liaison, f., engl. meédium, Masse, welche einzelne neben einander liegende Körper in der Regel durch die dichte Anhängung verbindet, die sie mit jedem derselben eingeht. Daher eignen sich dazu am besten solche Körper, welche sehr starke Kohäsion besitzen. Als B. tritt in dem natürlichen Gestein namentlich Kalk und Thon auf; s. aber darüber d. Art. Gesteine, Gebirgsart re. Für die Mauersteine werden die B. gewöhnlich Mörtel oder Kitt genannt (s. d.). Für die Farben sind sie sehr verschieden; s. d. Art. Harz, Leimfarben, Oelfarben etc.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 381Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei