FeedBirkenrinde
AllerleiBau-Lexikon 1881

Birkenrinde, f., wird 1. zur Anfeuerung wie Kien, gebraucht. — 2. Wegen ihres Widerstands gegen Fäulnis besin Schweden zur ersten Unterlage bei der Dachdeckung benutzt, indem man sie auf die Schalbreter nagelt u. hierauf Erde aufschüttet, auf der sich nach und nach ein förmlicher Rasenüberzug bildet. — 3. In Ermangelung der Eichenrinde wird B. zum Gerben gebr. — 4. Aus dünner B. werden gepreßte Dosen und dgl. hergestellt, und die sibirischen Völker verwenden B. zu Pfeifenrohren, Sommerzelten u. dgl. — 5. In Rußland destillirt man aus ihr das Birkenöl zu Bereitung des Juchtenleders.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 383Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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