FeedBogenfries
BaukunstBau-Lexikon 1881

Bogenfries, m., frz. frange f. festonnée, série de petites arcatures juxtaposées, sous-arcature, f., engl. corbel-table, arched moulding. Unter den verschiedenen Brüstungs-,Gurt-u. Hauptsimsen, mögen sie nun wägerecht liegen oder an Giebeln etc. aufsteigen, hinlaufende Reihe kleiner Bögen, wenig ausladend u. dann meist ganz glatt od. doch blos mit Gliedern umzogen, od bei größerer Ausladung auf Konsolchen ruhend. Ble kommen bes. im romanischen, byzantinischen, normannischen und gothischen sowie in den gleichzeitigen islamitischen Baustilen vor u. werden daher in den diese Stile behandelnden Artikeln mit besprochen. Meist treten sie als Träger der laufenden Simsglieder auf und sind auch nur in dieser Anwendung gerechtfertigt. Wenn man sie an Giebeln in die Höhe laufen läßt, mache man nie die Bogen einhüftig, sondern lasse die Ansätze steigen. Der B. muß stets nach der sonsthin am Gebäude vorherrschenden Bogenform gestaltet sein; vgl. aarüber d. Art. Rundbogenfries, Spitzbogenfries, Stichdogenfries, Korbbogenfries, sowie die Art. Corbel-table, brebed, entrécroisé etc.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 433Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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