FeedBürgersteig
BaukunstBau-Lexikon 1881

Bürgersteig, m., franz. trottoir, m., engl. foot-pace, side-walk, auch Beischlag, Trottoir. So heißen in Städten die von der Straße durch eine Tagerinne (Gosse) getrennten Wege für Fußgänger. Um sie trocken u. vor dem Herüberfahren der Wagen gesichertzu halten, werden sie etwas höher gelegt als die Straße; sie werden gepflastert, jetzt jedoch zum größeren Theil mit Steinplatten, Asphalt, Fliesen u. dgl. belegt. Sie sind mindestens 1m. und nicht wohl über 5m. breit anzulegen. Man darf sie nicht zu hoch über die der Marienburg. Gosse legen (meist rechnet man 156œm. von der Gossensohle) und giebt ihnen einen geringen Fall vom Haus abwärts: Sandstein u. Asphalt laufen sich leicht aus: besser schon ist Battuta, noch besser Granit, Syenit, Porphyr, Fruchtschiefer oder hartgebrannte Thonfliesen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 555Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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