Atlasspat oder Atlasstein nennt man wegen seines seidenschimmernden Glanzes im Handel eine faserige, aus sehr feinen langnadelförmigen Krystallen bestehende Abänderung des kohlensauren Kalks. Er ist meist nur an den Kanten durchscheinend, schnee-und rötlich-weiß, oder durch verschiedene Metalloxyde bläulich oder grünlich gefärbt, und nimmt trotz seiner geringen Härte eine schöne Politur an, weswegen er namentlich in England zu verschiedenen Asbandern 1. f. w wie z. B. zu Ohrgehängen, Halsbändern u. s. w. verarbeitet wird.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 144Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei