Atmologie (grch.), Lehre von der Verdunstung. Evaporiméter, Verdunstungsmesser, nennt man in der Meteorologie eine Vorrichtung, um die Größe der Verdunstung einer Flüssigkeit, besonders des Wassers, zu messen. Am einfachsten dient dazu ein flaches, mit Flüssigkeit gefülltes Gefäß, in welchem man die Größe der Verdunstung entweder direkt mißt oder, indem man das Ganze auf eine Wage setzt, durch Wägung bestimmt. Solche Vorrichtungen wurden zuerst gebraucht von Y uschenbroek (1731) und Richmann (1751). Sau sure machte (1783) darauf aufmerksam, daß man, um die wahre Größe der Verdunstung der Gewässer zu finden, das zum A. bestimmte Gefäß mitten auf das Wasser setzen müsse. Dann ist aber au noch ein Regenmesser dabei anzubringen, um die Menge des auf das Gefäß gefallenen Regens bestimmen und abziehen zu können. Später haben sich Leslie (1823), Schubler (1831), Kämtz (1836), Neumann (1852), Mühry (1861), Vivenot (1863), Prestel (1863) u. a. m. mit dem A. beschäftigt und auch neue Arten von A. konstruiert.