Basidiomycẽten, artenreiche der Pilze, charakterisiert durch die Art der Sporen ildung. Von einem fädig verzweigten Mycelium, dessen Hyphen mit Querscheidewänden perchen sind, werden sehr auf diesen f gestaltete Fruchtkörper gebildet, und auf diesen findet die Sporenentwickelung statt; es werden dabei von einzelnen Mycelfäden, die an der Spitze meist etwas keulenförmig angeschwollen sind und die man mit dem Namen Basidien bezeichnet, einzeln oder kettenförmig Sporen, sog. Basidiosporen, abgeschnürt. Je nach der nzahl der abgeschnürten Sporen und auch nach der Lebensweise der hierher gehörigen Pilze teilt man die B. gewöhnlich in vier größere Familien ein: 1) Uredineen oder Rostpilze, schmarotzende Pilze, die auf den verschiedenartigsten Pflanzen leben. Das Myeel derselben lebt eanre und bildet Sporenlager, die aus der Oberhaut der von dem Pilze bedroßen Aneah enteile hervorbrechen und aus einer großen Anzahl dicht nebeneinander stehender Basidien erzeugt werden; die Sporen werden einzeln oder reihenweise von den Basidien 6ul chnürt. Hierher gehören unter andern eine große Anzahl für Kulturpflanzen sehr schädliche Parasiten. (Das Nähere s. unter Uredineen.) 2) Hymenomyceten, meist nicht schmarotzende Pilze, bei denen an jeder Basidie vier Sporen gebildet werden. Die Basidien stehen an bestimmten Stellen, und zwar stets auf der Außenseite der sehr verschiedenartig gestalteten Fruchtkörper; sie bilden an ihrem Scheitel vier pfriemenartige kurze Astchen, die den Namen Sterigmen tragen, von denen jedes eine Spore abschnürt. Die Stellen, an denen die Basidien gebildet werden, sind mit einem hautartigen In.— versehen, von dem aus sich die Basidien erheben und der den Namen Fruchthaut oder Hymenium führt. In an Wühe, d gehören die große Mehren als „Schwämme bezeichnet, z. B. die Familie der Agaricini. (Das Nähere s. unter Hymenomyceten.) 3) Tremellinae oder Zitterpilze, unterscheiden sich von den Hymenomyceten nur durch die knorpel⸗ oder gallertartige anadaeheit der Fruchtkörper. Sie wachsen meist an abgestorbenem Holze. Die hierher gehörigen Arten haben kein allgemeineres Interesse. 4) Gasteromyceten oder Bauchpilze; bei diesen befindet sich das Hymenium niemals an der Außenseite, sondern stets im Innern des Fruchtkörpers, der meist eine kugelige, Dushenent Gestalt hat. Die keulenförmi angeschwollenen Basidien bilden an ihrem Scheite auchrerr Sporen. Hierher gehören unter andern die unter dem Namen «Bovisto (s. d.) bekannten Pilze.