Belley, Hauptstadt eines Arrondissements im franz. Depart. Ain, in einem Überaus anmutigen, vom Furant durchflossenen ie Sudt! Becken zwischen zwei Hügeln gelegen. Die Stadt ist Sitz eines Bischofs und eines Tribunals alal Instanz, hat eine Kathedrale, ein bischöfl. Palais, ein Kleines Seminar, ein Collége, ein Münz⸗ und Antiquitätenkabinett, eine öffentliche Bibliothek und eine Ackerbaugeselischaft und zählt (1876) 4105 (Gemeinde 4970) E., die Seidenspinnerei, sowie bel und Musselinfabrikation, Lohgerberei sowie beträchtlichen Handel mit Seide, Wein, Trüffeln und Getreide treiben. B. hat Uberreste röm. Tempelgebäude und wurde im 5. Jahrh. Bischofssitz (Belica). Kaiser riedrich I. erteilte dem heil. Anthelmus und seinen achfolgern den Titel eines ten des Heiligen Romischen Reichs, das Münzrecht und die Herrschaft über die Stadt. Diese war Hauptstadt der im Osten der 1 Bu zwischen Rhöne und Ain gelegenen Landischen Reiche gehörte, dann an die Grafen von Savoyen kam und 1601 von diesen an Frankreich abgetreten wurde. Die Landschaft bestand aus dem und hatte bis zur Revolution ihre eigenen Stände. In der Nähe der Stadt befindet sich eine kalte Mineralquelle. Berühmt B. durch die große Menge interessanter Punkte in seiner Umgebung: die Mu-Dtenr von S Peyrieux, die Kaskaden von Glanieux, von Serverieux u. s. w., die intermittierende Quelle des Grouin, der Berg Colombier, die Ruinen der Kartause Arvieres, die alte Kartause und jetzige Citadelle Portes (unter Napoleon I. Staatsgefängnis), die Grotten von Balme und Charvieur u. s. w. Die in der Umgegend befindlichen Steinbrüche liefern die besten lithographischen Steine von —* zu Rom 10. Sept. 1791, war zuerst ein armer chreiber, bis ihm eine reiche Heirat gestattete, sich der Litteratur zu widmen. Er schrieb eine große Zahl von Gedichten in der ital. Schriftsprache und mehr als 2000 Sonette im röm. Dialekt, welche in lebhaften Farben oft satirisch angehauchte Schilderungen des röm. Volkslebens enthalten. Viele dieser Sonette haben die Form eines Zwiegesprächs. Später wurde B. päpstlicher Beamter und schrieb nun religiöse Dichtungen und bemühte sich, seine dandichritlich zu unterdrücken; aber diese liefen der Römer im Volke um und waren im Munde aller Römer. Eine Auswahl davon lieferte Morandi: „Duecento sonetti in dialetto romanesco- (Flor. 1870). B. starb zu Rom 21. Dez. 1863.