FeedBezifferung
MusikBrockhaus 1882

Bezifferung (auch Generalbaßschrift, Signatur oder Tabulatur) nennt man die Andeutung des harmonischen Inhalts eines Tonstücks mittels Zahlen und anderer Zeichen über oder unter den Noten des Basses behufs der Begleitung auf Tasteninstrumenten (Klavier und Orgel). Die B. besteht darin, daß man die Intervallen desjenigen Accords, den sich der Tonsetzer bei dieser oder jener Note des Basses gedacht hat, ohne ihn in Noten hinzuschreiben, mittels der sie bezeichnenden Zahlen 1ich eine Abhren Das ganze Verfahren ist 97 entlich eine Eeurdens der Notenschrift und zur leichtern Übersicht des Begleiters erfunden. — Beim elementaren Singunterricht werden mitunter ebenfalls Ziffern gebraucht, um die Notenkenntnis zu 18. Denpie am franz. ofe u beliebt gewesenes Kartenspiel, welches später außer Gebrauch gekommen ist, jedoch um 1870 in England wieder in Aufnahme kam und wenige Jahre Geund von dort aus in Deutschland Verbreitung gefunden hat. Am zweckmäßigsten wird B. von zwei Personen gespielt und zwar mit zwei Piquetspielen, welche untereinandergemischt sind. Jeder Spieler erhält zunächst acht Karten; die folgende Karte wird offen hingelegt und bezeichnet die Trumpffarbe. Nach jedem Stich nimmt jeder Spieler eine von den noch nicht verteilten Karten. Wer in seinen Karten gleichzeitig die Piquedame und den Carreaububen besitzt, sagt B. an und legt dafür 40 an; wer zwei Piquedamen und zwei Carreaububen gleichzeitig besitzt, legt für double B. 500, den bei diesem Spiele höchsten Gewinn, an. Auch andere Kartenzusammenstellungen bringen dem Besitzer besondern Gewinn, und zwar Sequens 250, vier Asse 100, vier Könige 80, vier Königinnen 60, vier Buben 40, König mit Königin in der Trumpffarbe 40 und in jeder andern Farbe 20, sieben Trümpfe 10, jedes As mit der Zehn 10, der letzte Stich 10, Trumpfsieben, wenn dieselbe ausgespielt oder zum Eintauschen des aufgelegten Trumpfes verwendet wird, ebenfalls 10. Zum Anlegen der N bedient man sich gewöhnlich kleiner Täfelchen, Beziqueregister genannt, welche durch Stellung dreier Zeiger auf uhrartig eingeteilten Zifferblättern den Betrag des Gewinns nach Zehnern Hundertern und Tausendern bezeichnen. Auf der Rücks eite dieser Täfelchen, deren jeder Spieler eins bedarf, ist eine Übersicht der Werte der verschiedenen gewinnbringenden Kartenzusammenstellungen angebracht. „Bezirk bedeutet wörtlich das von einer Kreislinie irk, Jagdt ein bestimmtes Gebiet, z. B. Stadtbezirk, Jagdbezirk. Bei der politischen Einteilung des Staates wird der Ausdruck B. mehrfach für ein bestimmtes Verwaltungs⸗ oder Geri bebiet gebraucht, 4 die Ausdrücke: Regierungsbezirk, Amtsbezirk, Bezirksgericht u. s. w.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 939Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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