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MusikBrockhaus 1882

Begleitung (accompagnamento, accompagnement) bedeutet in der Musik die Unterstützung der Hauptstimmen durch Nebenstimmen; insbesondere edeutet B. das Spiel der Instrumente, soweit es den Zweck hat, den sten Aeromarten zu verschönern. Von den einfachsten Accordgriffen, welche die Stimme des aebuder stützen und tragen, bis zu den kunstvoll ausgebildetsten Figuren, welche ein reizvolles Zwiegespräch mit dem Gesange führen und den angeschlagenen Ton im Ausdruck vertiefen und erweitern, umfaßt die B. die volle Hälfte der geamten Instrumentalmusik. In der modernen Tonunst ist es gebräuchlich, alles, was die Instrumente u spielen haben, in Noten aufzuschreiben, sodaß der egleiter darau Rü ist, diese ausdrucksvoll wiederzugeben. Früher, bei der Musik unserer größten klassischen Meister, war seine Aufgabe eine höhere. Nicht nur gestatteten ihm die spärlich mit Vortragsbezeichnungen versehenen Begleitstimmen ihrer Partituren eine größere Freiheit der Reproduktion, sondern ein bedeutender Teil jener Musik ist überhaupt nicht aufgezeichnet. Es ist dieses die eigentliche accordliche Harmonie, welche seit uralten Zeiten der freien Erfindung des Begleiters überlassen wurde und welche als Begleitspiel für Klavier und Orgel auf Grund eines mehr oder weniger bezifferten Basses in der musikalischen * des 17. und 18. Jahrh. von der größten Bedeutun war. Am vollkommensten findet sich diese Weise der Kunst, durch welche die B. eine kontrastierende Mannigfaltigkeit erhält, die namentlich in Gesangwerken von großem Vorteil * bei Händel ausgebildet. Der sog. Generalbaß (f. d.) bedeutet ursprünglich auch nur die Lehre von der Harmonie, soweit sie sich auf eine solche freie B. bezieht. Die besten Generalbaßlehren im Sinne dieser Begleitkun sind von Gasparini, Mattheson, Heinichen und Ph. C. Bach. Begleiten laccompagnieren) heißt Iem einer Anelaltedert Gesangmelodie und visierend erfinden, und zwar so, daß der Gesang oder das betreffende Soloinstrument (Violine, Flöte Oboe u. s. w.) jene tonliche Stütze und auch zuglei jene kunstvolle Umkleidung erhält, welche der Zweck aller musikalischen B. ist.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 692Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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