Bohrkurbel im Kreise herumführt, wird durch die linke mittels eines durch den Kopf der Schraube gesteckten beweglichen ½½ die Nachschiebung des Werkzeugs bewirkt. ei der Bohrratsche (lauch Bohrknarre oder Ratschbohrer genannt) ist ein mittels Sperrrads und Sperrklinke mit der Spindel verbundener Hebel in der Art zur Wirkung gebracht, daß er, in Schwingung versetzt, beim Vorwärtsgang die Spindel dreht, beim Rückwärtsgang sie in Ruhe läßt. Mit Hilfe einer besondern Vorrichtung kann die Bohrratsche dazu dienen, Rohrleitungen, während Wasser oder Gas durch dieselben strömt, zum Einsetzen von Zweigröhren anzubohren. Fig. 6 zeigt eine zweckmäßige Kombination der Bohrkurbel mit der Bohr⸗— 2100 che, der zufolge die erste nicht eine fortlaufende Drehung erhält, sondern in pendelartige Schwin-Auberne versetzt wird, aus denen ohne Zuthun des Urbeiters die Zuschiebung des Bohrers mittels Sperrrads, Sperrklinke und Druckschraube abgeleitet werden kann. Namentlich zum Bohren in Ecken und Vertiefungen, die für die Benutzung der letztgenannten Werkzeuge keinen Raum bieten, dient der Bohrer mit verzahnten Rädern und seitwärts angebrachtem Drehapparat (Räderbohrer, Ecken⸗ oder Winkelbohrer), der ein Zwischenglied der Brustleier u. s. w. und der einfachsten Art der Bohrmaschinen bildet und bei welchem durch Auswechselung der die Bewegung der Handkurbel auf die dre den in einen Griff gesteckte Spindel übertragenden Kegelräder je nach dem zu überwindenden Widerstande eine größere oder geringere Geschwindigkeit erteilt werden kann, ein Vorzug, der dieses Werkzeug sowohl für Metall-⸗ als Holzarbeit sehr beliebt gemacht hat. Die zum Ausbohren einer cylindrischen oder konischen Höhlung angewendeten Bohrer (Cylinderbohrer) bestehen, abgesehen vom Stiel, aus einem hölzernen Cylinder, auf dessen Umfang nahezu parallel zur Achse Schneidemesser in Furchen eingelegt sind, oder aus einer schmiedeeisernen Platte mit zwei gleichlaufenden, geraden, verstählten und zugeschärften Kanten, die gleichfalls in der Längenrichtung der Bohrung stehen. Um den geraden Gang des Bohrers zu sichern, wird die Platte mit einem hölzernen Cylinderabschnitt belegt, der zum Ausbohren konischer Höhlungen (3. B. in einem wuchen Wasserhahn) ebenso wie die latte eine angemessene konische Form erhält. Bohrer von ziemlich bedeutender Größe zum Ausbohren kleiner Pumpenstiefel und „Bewen rohrartiger Körselb die nur eine langsame ewegung gestatten und elbst mit der Bohr urbel nicht kraftig genug bewegt werden können, werden mittels eines langen eisernen Querhefts (Wende⸗ oder Windeeisen) in Umdrehung versetztt, indem dasselbe, auf das obere viereckige Ende des Bohrers aufgesteckt, an seinen Enden mit beiden Händen gefaßt wird. Vielfach verschieden von den zur Metallbearbeitung gebrauchten Bohrern sind die Bohrer, welche + Holzarbeit zur Anwendung kommen. Bei er verhältnismäßigen Weichheit und der faserigen Struktur des Holzes würde eine flache, lanzenförmige Spitze mit schneidig zugeschliffenen Kanten wie die der gebräuchlichen Metallbohrer nur sehr Drehung fe wirken, außerdem auch bei der Umdrehung leicht stecken bleiben oder das Holz zersprengen. Nur in sehr harten Holzarten können kleine Löcher mit volzbahrer hergestellt werden. Die eigentlichen Holzbohrer sind entweder mit seitwärts stehenden Schneiden versehen, welche das Holz im Umkreis des Lochs in dem Maße wegnehmen, wie das Werkzeug tiefer eindringt — in diesem Fall haben sie, damit ihre Umdrehung ohne Gefahr des Einklemmens stattfinden kann, eine mehr oder minder runde Querschnittsform, oder es ist am vordern Ende des Bohrers eine schaufelartige, fast rechtwinkelig zur Achse stehende Schneide angebracht, die nur aus dem Grunde des Lochs das Holz wegschneidet — in diesem Fall kommt es bei der Form des weiter hinten liegenden Teils nur darauf an, daß derselbe im f bequem Raum findet. Bei manchen Holzbohrern finden sich beide Arten von Schneiden vereinigt und es wirken dann die seitwärts stehenden in der Art vorteilhaft, daß sie die Wandungen des von den Endschneiden erzeugten Lochs durch Wegnahme der noch anhängenden Fasern glätten. Damit der Bohrer genau der vorgeschriebenen Richtung folgt, ist gewöhnlich das äußerste Ende desselben mit einer in der Achsenrichtung liegenden Spitze versehen, deren Vordringen der Schneide die einzuhaltende Richtung anweist. Für eine bedeutende Umdrehungsgeschwindigkeit sind die zum Bohren des Holzes gebräuchlichen Werkzeuge, ander wo man sich des Drehbogens, der Drehbank oder einer eigentlichen Bohrmaschine bedient, nicht geeignet; dagegen gestattet die geringe Härte des Materials die Ausübung eines ziemlich starken Drucks, mithin das Herausschneiden dicker Späne. Um das Eindringen der Bohrspitze zu erleichtern, wird dieselbe häufig am Ende mit einem kleinen Schraubengewinde versehen, welches sich bei der Umdrehung von selbst in das Holz einschraubt und den Bohrer nachzieht, ohne daß ein Druck mit der Hand angewendet zu werden braucht, oder man gibt wenigstens der am Ende des Bohrers sitzenden Schneide eine derärtig schräge Stellung zur Umdrehungsachse, daß sie wie ein Teil eines Schraubenganges in das Holz eingreift und, indem sie einigermaßen ziehend wirkt, den Druck der Hand unterstützt. Die am häufigsten angewendeten Holzbohrer unterscheidet man ihrer Form nach als: Schneckenbohrer, Hohlbohrer, Centrumbohrer und chraubenbohrer. Beistehende Fig. 3 zeigt den Schneckenbohrer (seiner schneckenhausähnlichen Gestalt wegen so genannt), bei welchem von der untern Spitze auf der Oberfläche eines schlanken Kegels in einer linksgängigen Schraubenlinie eine Furche läuft, deren Kanten messerartig zugeschärft sind und die sich allmählich zu einer Höhlung erweitert, welche die entstehenden Späne aufnimmt, wodurch ein Zerspalten des Hol⸗ gig. 3. es vermieden wird. Die Bewegung dieser ohrer erfolgt bei den kleinen Dimensionen, in denen sie gewöhnlich ausgeführt werden (Nagelbohrer), einfach mittels des am obern Ende befestigten Griffs. (S. Fig. 7 u. 8 —* Tafel: Bohrmaschinen.) Der wirksame Teil des Hohlbohrers bildet eine im Querschnitt halbkreisförmige Rinne, deren gerade, parallele oder auch gegen die Spitze +4 etwas konvergierende Seitenkanten zugeschärft sind. Der Bohrer ist entweder durchaus gleich breit oder nach dem dem 500 entgegengesetzten Ende hin verjüngt (konische Hohlbohrer). Beide Arten werden meist am Ende mit einem schräg stehenden, schaufelartigen, scharf geschliffenen Zahn versehen, der im Holze vorangeht und im Grunde des Lochs breite Späne heraushebt, während die langen, geraden Schneiden an den Seiten des Werkzeugs (die eine beim Hineindrehen, die andere beim Zurückdrehen) den Umkreis des Lochs glätten. Fig. 4. kleine, kegelförmige Zugschrande aus. Erweiterung der mit einem andern Bohrer vorgearbeiteten Löcher gebraucht, in welchem Fall das Werkzeug am Ende einfach stumpf abgeschnitten ist. Die größten Bohrer dieser Art kommen bei den Wagnern zur Bearbeitung der Achslöcher der Räder vor; auch der Spundbohrer der Böttcher sowie der sog. Ausreiber, mittels dessen die hölzernen Blasinstrumente, nachdem sie auf der Drehbank vorgebohrt sind, aus freier Hand nachgebohrt werden, sind Bohrer dieser Gattung. er für Löcher von mehr als 10 mm Durchmesser sowohl für Holz als Metall angewendete Centrumbohrer (s. Fig. 9 der Tafel) hat als längsten Teil im Mittelpunkt eine dem Werkzeug Führung gebende dreikantige Spitze, an deren einer Seite ein scharfer, mit peripherisch gestellter Schneide versehener Zahn (Vorschneider) angebracht ist, welcher bei der Drehung eine Kreisfurche zieht und beim Eindringen die Wandungen des Lochs glättet, während die an der andern Seite befindliche scharfgeschliffene, mit radialer Schneide ausgerüstete Schaufel innerhalb des Kreises die Späne heraushebt. Eine für einen speziellen Zweck bestimmte Variation des Centrumbohrers stellt der in Fig. 10 der Tafel abgebildete Bohrer dar, dessen wirkender Teil am untern Ende eines abgestumpften Kegels sitzt. Mittels dieses Werkzeugs kann in dem Boden eines mit Flüssigkeit gefüllten Fasses ein Loch zum Einstecken eines Hahns gebohrt werden, ohne daß die Flüssigkeit ausfließt. Sobald die Bohrspitze durchbricht, verschließt der uchen Bewe-Kegel die Offnung, worauf mit einer raschen Bewegung das Werkzeug mit dem Hahn vertauscht wird. Fig. 5. die Späne selbstthätig aus dem Loch beför-Zahnräder mittels einer Handkurbel bewegt werden, wodurch eine einfache Bohrmaschine entsteht. Die Bohrgeräte sind für die Holzbearbeitung weit weni94 mannigfaltig als für die Metallbearbeitung, da der geringen Härte des Materials selbst mit Bohrern, die nur an dem dem schneidenden Teil entgegengesetzten Ende mit einem lerforderlichenfalls die Anwendung beider Hände gestattenden) hölzernen Querheft sind, Löcher von bedeutendem Durchmesser hergestellt und Wasserleitungs⸗ und Brunnenröhren AMN werden können. ig. 11 der Tafel zeigt einen derer Bohrer.) Vorzugsweise zur Handhabung der Centrum⸗ und Schneckenbohrer ist besonders bei den Tischlern die Bohrwinde (auch Faustleier, Draufbohrer, der Meupleier genannt) in Gebrauch, die 50 von der Brustleier der Metallarbeiter fast nur dadurch unterscheidet, daß sie gewöhnlich aus Holz statt aus Eisen ergestellt ist und ebensowohl vertikal als horizontal angewendet werden kann. Fig. 12 u. 13 der Tafel zeigen dieses Instrument, am untern Ende mit einer Offnung zur Aufnahme des entsprechend geformten Bohrers versehen. uu 88 mit der linken Hand oder mit der Brust auf das obere pilzförmige Ende der erforderliche Druck auseübt wird, wird mit der rechten Hand der in der titte befindliche Griff erfaßt und im Kreise herumgeführt. Das 2 Art. auf der Drehbank Dehentweder in der Art, daß der Bohrer in der Dreh bankspindel eingespannt und das in der Hand gehaltene Arbeitsstück ihm muck mit d genähert wird, oder so, daß das Arbeitsstück mit der Spindel umläuft, während der Bohrer in der Hand gehalten und in gerader Richtung vorgeschoben wird. Das erste Wersahren ist besonders dann zweckmäßig, wenn mehrere Löcher an verschiedenen Stellen eines Arbeitsstücks gebohrt werden sollen; das zweite wird ewöhnlich angewendet, wenn ein einziges Loch im Mittelpunkt des Arbeitsstücks zu erzeugen ist. Obgleich alle Bohrer für kontinuierliche Drehung auf der Drehbank gebraucht werden können, so sind doch einige derselben hauptsächlich, ja ausschließlich, für dieselbe bestimmt. Hierzu gebört der Stellbohrer, welcher mittels stellbarer oder uen Durch selnder Schneiden für Löcher verschiedenen Durch messers benutzt werden kann, vor allem aber der Kanonenbohrer (s. Fig. 14 der an ein Halbcylinder, dessen unteres Ende in eine fast rechtwinkelig zur Achse stehende Schneide ausläuft. Von den Holzbohrern werden auf der Drehbank je nach der Richtung der Holzfaser namentlich zwei Arten angewendet: der rersur Ame für Längenholz und der Centrumbohrer für Querholz. Die hölzernen Knopfformen werden auf der Drehbank mittels einer Art Centrumbohrer ausgeschnitten, der an beiden Seiten der Mittelpunktspitze zwei scharfe Zähne hat. Mit dem Kronbohrer, der meist die Form eines an dem einen Ende gezahnten Cylinders hat und in einem tter an der ur Hourch befestigt wird, werden ölzerne Röhren für er Drehbo u. s. w. hergestellt. as Bohren auf der Drehbank bildet den Üübergang zu den eigentlichen Bohrmaschinen, d. h. denjenigen mechan. Vorrichtungen, bei welchen die Drehung des Bohrers, öfters auch die geradlinige Zuschiebung desselben, von der Drehung einer durch Muskel⸗ oder Elementarkraft bewegten, in einem esten Gestell gelagerten Welle abgeleitet wird. Mit ücksicht auf Konstruktion und Wirkungsweise sind drei wesentlich voneinander abweichende Arten von Vohren ileiner zu unterscheiden: diejenigen zum Bohren kleiner oder mäßig großer Löcher von nicht bedeutender Tiefe in massiven Arbeitsstücken, diejenigen zum Bohren langer, rohrartiger, nur an einem Ende offener Höhlungen und diejenigen zum