Bönnigheim, Stadt im württemb. Neckarkreis, Oberamt Besigheim, 6 km nordwestlich von der Einmündung der Enz in den Neckar, in 225 m Höhe, am Fuße des 386 m hohen Michelsbergs, zählt (1880) 2593 überwiegend evang. E., welche starken Weinbau treiben und Pottasche bereiten; eine große Seidenzwirnerei beschäftigt ungefähr 300 Arbeiter. B. hat ein Schloß, eine 1864 restaurierte Kirche mit sehr schönem in Holz geschnitztem Altar, eine lat. Schule, einen Park und am Michelsberge ein kleines Hospiz, wo vielleicht die erste christl. Kapelle Württembergs gestanden hat. Der Ort wird 793 uerst genannt. Unweit der Stadt befinden sich die inen der 1525 im Bauernkriege zerstörten Burg B.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 323Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei