Boxen ist eine Art Faustkampf, der zu den nationalen Eigentümlichkeiten Englands gehört und der in der Fertigkeit besteht, dem Gegner Stöße mit der Faust von der Stirn ab bis zum Magen herunter beizubringen. Der eine gebeugte Anm rt die Stöße aus, während der andere, vorgealtene die Deckung übernimmt. Das B. wird unstgerecht geübt und hat Pemist Regeln und Gebräuche, die allgemein beobachtet werden müssen. Solange z. B. der eine Boxer auf der Erde liegt, darf ihn der andere nicht schlagen. Wer zuerst den Wunsch ausspricht, aufhören zu wollen, oder sich überhaupt nicht aufrichten kann, ist der überwundene. Vielerorts bestehen Borvereine, die das B. als das beste Mittel zur Ausbildung ihrer körperlichen Kraft und Gewandtheit eifrig betreiben. In den größern Städten Ran es auch sog. Sportingouses, in denen Räume für den Unterricht im eingerichtet sind. Geübte Boxer, die aus ihrer Fertigkeit ein Gewerbe machen, treten nicht selten i in öffentlichen Wettkämpfen iof wobei Preise ausgeworfen und Wetten abgeschlossen werden. Solche hl Kämpfe verlaufen oft blutig und führen zu Ver½½ denn sie endigen erst dann, wenn er eine Gegner den andern so zugerichtet hat, daß er für eine weitere Fortsetzung des Kampfes unhahig ist oder sich für besiegt erklärt. Seit Anfang es 19. Jahrh. sind zwar * Gladiatorschauspiele einigermaßen in Verruf gekommen, auch ist zur Zeit das B. um Geld und Preise verboten, aber immer noch kommen solche rohe Kämpfe vor, die auch von vielen aus der sog. guten Gesellschaft pie nach e werden. In neuerer Zeit hat man ie nach Regeln betriebene Boxkunst auch in einige deutsche an Mehrzahl verpflanzt, wo sie jedoch bei der großen Mehrzahl der Turner kein bereitwilliges Entgegenkommen fand. Vgl. Pierce Egan, (Boxiana, or Sketches of ancient and modern Pugilismo (4 Bde., Lond. 1824, mit Kupfern); Happel, Die Boxkunst. Anleitung zur selbständigen Erlernung des Hand⸗ und Fußboxens (Lpz. 1863); O. H. Kluge, eüber B.» (Berl. 1863).