Brevis (scil. not a, lat.; frz. Brève als Substantiv) heißt in der ältern Notenschrift eine akurze Notes, im Gegensatz zur Longa (s. d.); sie entspricht der gegenwärtigen doppelten ganzen Taktnote und findet jetzt nur noch im Allabrevetakt (s. unter A11a breve) Anwendung, wo dann ein ( vorgezeichnet ist. Sie galt in der Mensuralmusik als Takteinheit, daher sie auch bisweilen als Tempus oder Mensura temporis bezeichnet wurde und folgende Gestalt hatte: A. Der B. entsprechend hieß früher eine ganze Note von vier Vierteln Semibrevis.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 529Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei