FeedBriefcouvertmaschine
TechnikBrockhaus 1882

Briefcouvertmaschine (frz. machine à plier les enveloppes, engl. envelop-folding machine), eine Maschine, welche zur fabrikmäßigen Anfertigung er Briefumschläge dient. In der beistehenden bbildung ist die Maulsche Briefcouverttaschine dargestellt, auf der ein einigermaßen gebter Arbeiter täglich 10—12000 Couverts zu fergen vermag. Das Papier erhält hier die ent-Hrechende Form durch eine besondere Vorrichtung, en sog. Couvertschnitt, mittels dessen auf einer resse durch einmaligen Druck eine Anzahl Couerts vorgeschnitten werden können, und wird —* in die durch vier ½ Winkel dargestellte ührung eingelegt, worauf der Hebel d herunteredrückt wird. Indem das Couvert so von der am Hebel befindlichen Platte a in die untere Form hineingepreßt wird, erfolgt zugleich durch die an heiden Seiten befindlichen Gummiapparate b das Bestreichen der Seitenflügel des Papiers mit Gummi. An der Platte a sind außerdem zwei Federn angebracht, um die Seitenflügel des Papiers auf der untern Platte ausgebreitet zu erhalten und vor einem Bruch nach oben, wie ein solcher bei dem vordern und hintern Alnten Kußes ist 0 sichern. Durch einen Druck des linken Fußes auf das Trittbrett K wird die hintere Klappe e herumbewegt; durch die letztere wird das Briefcouvert in der untern Form festgehalten und kann jetzt der obere Hebel d freigelassen werden. Durch einen Tritt auf den Teil i wird ein vollständiges Falzen der drei der beit Klappen des Couverts sowie ein Aufkleben der beiden gummierten Seitenflügel auf den hintern Teil desselben bewirkt. Die auf vorstehend beschriebener Maschine hergestellten Couverts sind solche mit sog. Sclus wers Schluß; für Couverts mit deutschem Schluß werden etwas modifizierte, im ganzen aber ähnliche Maschinen angewendet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 534Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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