Abdampfofen, m., frz. fourneau, f., d'evaporation, engl. evaporating-kiln. Sie werden meist gebraucht, um große Flüssigkeitsmassen, besonders Salzlösungen, z. B. Lösungen von Alaun, Soda, Salpeter, Kochsalz etc., soweit zu konzentriren, daß aus ihnen die Salze inkrystallinischer Form gewonnen werden können. 1. A. zu Verdampfung der Alaunlaugen s. d. Art. Alaundarstellung und Alaunofen. — 2. A. zu Konzentrirung der Salpeterlaugen behufs Darstellung des Salpeters (s. Fig. 3). Aist ein eiserner Kessel, in welchem sich die Salpeterlösungen befinden. Um diesen Kessel geht die Flamme vom Rost Raus durch die Wege WWW. Feuergase und erhitzte Luft gelangen schließlich durch den Kanal K nach den Kanälen FEEE. worüber eine Vorwärmpfanne Wangebracht ist. Bei O entweichen die Feuergase in die Esse S. — 3. Zum Verdampfen der Kochsalzsölen bedient man sich am meisten der in Fig. 4 im Durchschnitt, Fig. 5 und 6 im Grundriß dargestellten Oefen. Pist die Pfanne, gewöhnlich 10—11 m. breit und 13—14m. lang. Der Ofen selbst wird durch die Scheidewand B in zwei Theile getheilt, und zwar hat jede Feuerung einen etwa 1,1 —1,5 m. breiten Rost R, dessen Züge 22etwa 1,3 m. breit sind u. bei WW Wendungen machen, um schließlich die Feuergase durch den Kanal 8 nach der Esse zu führen. Einige abweichende Konstruktionen von Abdampföfen für Salzsoole s. in d. Art. Salzsiederei u. Pultofen. — 4. (Töpf.) frz. caisse, f., oder cuve, f. Pour raffermir la barbotine, engl.slipkiln, Behältniß zu Aufnahme des Schlickers, der in demselben abgedampft wird.