FeedBrigg ist ein zweimastiges Schiff
VerkehrBrockhaus 1882

Brigg ist ein zweimastiges Schiff, das an beiden Masten volle Takelage, d. h. Raagen, führt. Das zonders ar. am hintersten, dem Großmaste, ist be-Ir ers groß und wird Briggsegel genannt. In rühern Zeiten hatte man auch Kriegs⸗ oder Kutterbriggs mit einer Armatur von 10—20 Kanonen. Seit Einführung des Dampfes sind jedoch keine solchen Schiffe mehr gebaut worden, und sie ver-DerSeehr daher allmählich aus den Schiffslisten er Seekriegsmächte. Der 10ll Name für B. ist Brigantine. Der Name soll von der Stadt Bri-Lomwen, dem heutigen Coruna in Spanien, her-Briggins, ei tlich Henry Briggs, engl riggins, eigentli enry Briggs, engl. Mathematiker, geb. 1556 zu Warleywood in der Grafschaft Nork, studierte seit 1579 zu Cambridge und wurde später Professor der Geometrie am Gresham-College in London und nachher in Oxford. B.“ Hauptverdienst besteht in der Berechnung und Verbreitung der Logarithmen (s. d.). Napier, sein Freund und der eigentliche Erfinder der Logarithmen, hatte früher die sog. natürlichen Logarithmen in eine Tafel gebracht, aber B. machte die wichtige Bemerkung, daß ein anderes System, in welchem der Logarithmus der Zahl 10 gleich der Einheit ist, viel bequemer zum Gebrauche sein würde, und gab 1618 als Probe des neuen, nach ihm benannten Systems die Logarithmen der ersten tausend natürlichen Zahlen, auf 8 Decimalstellen berechnet, unter dem Titel Logarithmorum chilias prima heraus, einige Jahre na her aber in seiner KArithmetica logarithmica (Lond. 1624 die Logarithmen der natürlichen Zahlen von 1— 20000 und von 90000 —100000 mit 14 Decimaltellen, die Frucht eines vieljährigen unermüdlichen leißes. Er forderte andere Rechner auf, ihn bei usfüllung der gebliebenen großen Lücken zu unterstützen, während er sich selbst mit einer Tafel der Logarithmen der Sinus und Tangenten durch alle Hundertteile eines Grades, auf 14 Decimalstellen, beschäftigte, die, zugleich mit einer Tafel der natürlichen Sinus, Tangenten und Sekanten, nach seinem Tode unter dem Titel «Trigonometria britannica» (Gouda 1633) erschien. B. starb zu Oxford 26. Jan. 1631.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 540Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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