Briganten war im Altertum der Name eines mächtigen und Überaus kriegerischen kelt. Volks im nördl. Britannien vom Cheviotgebirge bis zu der Linie Chester-Lincoln. Ihr Centralpunkt war Eboracum, das jetzige Nork. Die Bemühungen der Römer, sie zu unterwerfen, dauerten von 70 n. Chr. bis auf Kaiser Hadrian, dem die Unterwerfung gelang. Händel, ist soviel wie Unruhestifter, auch im polit. Sinne, dann glei bedeutend mit Straßenräuber. Von demselben Stamm ist brigata, Vereinigung von Freunden und Gesinnungsgenossen. Schon fte Deitin waren dem Brigantenwesen polit. Elemente beigemischt; die neuere Zeit hat diese noch mehr hervortreten lassen. Die hende Regie welche sich periodisch gegen die bestehende Regierung, z. B. gegen die Franzosen und König Murat, erhoben und in einzelnen Banden den kleinen Krieg führten, wurden ebenfalls B. genannt. Sie wurden von Murat mit äußerster Strenge unterdrückt. (S. Fra Digvolo.) Seitdem haben sie l bei vielen Gelegenheiten wieder gezeigt, namentich bei Vertreibung der Bourbons aus Neapel (1860). Für die Herstellung der alten Dynastie, von Anhängern derselben unterstützt und organisiert, machten Scharen von B. unter verwegenen Führern die Provinzen von Neapel bis an die Thore der Hauptstadt Ruehali riefen durch ihre Gewaltthaten blutige Repressalien hervor und trotzten lange Zeit den strengsten neruppe der mit Unterdrückung der B. beauftragten ruppenbefehls-Lenir selbst Cialdinis und La Marmoras. hr Treien im allgemeinen, das politisch-gefärbte Banden- und Raubwesen, nennt man Brigantaggio. Vgl. Dubarry, 4Le Brigandage en Italie depuis les temps les plus reculés jusqu'à nos joursyo (Par. 1875), und 17 Reuchlin, (Das ital. Brigantentumy in Unsere Zeite (Lpz. 1870, II).