Brighton (spr. Breit'n), ursprünglich Bright-Dute Onglan in der Grafschaft Sussex an der Südüste Englands, mit dem 80 km entfernten London durch Gnbahnen verbunden, früher ein unbedeutender Fischerort, der 1563 von den Franzosen verbrannt wurde und den nur wenige in de bei der Überfahrt nach Dieppe berührten, ist in den letzten 100 Jahren eine bedeutende Stabt geworden und eins der *** und glänzendsten Seebäder Englands. Die Stadt breitet sich teils in einem kleinen Thale am Steyne nach dem ebenfalls durch Eisenbahn mit ihr verbundenen Lewes hin, teils mit einer prächtigen Fronte von 4 — 5 km Länge am Meeresufer aus. Vre Bevölkerung, die 1801 nicht mehr als 7339 E. zählte, war 1881 auf 107528 gestiegen. B. hat viele Prachtgebäude, elegante * 8 und überhaupt zierliche Häuser. Namentlich zeichnet sich der sog. Crescent oder Kemp-Town aus, ein imposanter Halbzirkel der schönsten Gebäude an einem freien Platze, auf dem die zwar Vamn Di aber geschmacklose Bronzestatue Georgs IV. in Dragoneruniform steht. Die Badeanlagen sind in engl. Weise sehr großartig ausgeführt. Ihr schnelles Emporkommen verdankt die Stadt der Vorliebe Georgs IV., der als Prinz von Wales hier seit 1782 das Seebad gebrauchte und für 250000 Pfd. St. eine prachtvolle Sommer1784—1817 nach dem Muster des moskauer Kreml erbaute. Der Pavillon wurde 1847 für die Summe von 53000 Pfd. St. von der Stadt angekauft und mit seinen Gärten und Anlagen (mit einer 1878 errichteten Statue des Sir J. Cordy Burrows, Mayor von B.) dem Publikum geöffnet. Die Säle werden zu Konzerten, Bällen und Vorlesungen I1 B. besitzt zwei Theater, mehrere Klubs seum mit einer geolog. Sammlung, Bibliothet und Gemäldegalerie, zwei großartige Piers, an welchen die Dampfschiff anlegen und die als fäshionable Promenaden dienen und von denen der alte, 1823 erbaute Chain-Pier 335 m, der 1866 vollendete New⸗ oder West-Pier 350 m lang ist, und seit 1872 ein Aquarium, das an Größe, Vollständigkeit und eleganter Einrichtung alle bisjetzt vorhandenen ähnlichen Anstalten übertrifft. Bei dem Mangel eines Hafens findet kein der Rede werter Seehandel statt, auch die Fischerei ist unbedeutend. Die Haupteinnahmequelle der Stadt bildet der Fremdenbesuch, der dier, wegen der Nähe B.s bei London und der anerkannt vortrefflichen 1476 wohl größer ist als in irgendeinem andern engl. Seebade ber Reß über 50000 Badegäste und Fremde). Seit der Reformbill von 1867 schickt B. zwei Abgeordnete ins Parlament. An der Stelle des fahrt au B. mag vielleicht Cäsar bei seiner Überfahrt aus Gallien gelandet sein; in der Nähe sindet man röm. Altertümer.