Brise (frz.; engl. breeze, ital. brezza, kühler Windeshauch, ein Wort von unklarem, vielleicht kelt. Ursprung) heißt in der Seemannssprache guter Segelwind, der dem Schiffe erlaubt, den größten Teil seiner Segel zu führen. Der Ausdruck wird deshalb gewöhnlich nur für Wind in Verbindung mit gutem Wetter gebraucht. Man unterscheidet, Raen der Stärke, flaue, mäßige und steife B. Mit ersterer macht bas Schi 1—4, mit der Candz 4—7, mit letzterer 7—12 Knoten in der Stunde (ebenso viel geogr. Meilen in 4 Stunden). Statt B. wird auch häufig der Ausdruck Kuhlte gebraucht. Müssen die größern Segel 7. werden, so wird die B. zum Winde und ei noch größerer Heftigkeit 4 Sturme.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 551Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei