Cembälo, der ältere ital. Name für Klavier, srüher auch Clavicembalo —— Das Wort bezeichnet den alten Kielflügel im Gegensatze zu dem modernen Pianoforteflügel. Der C. war das alte Konzertinstrument und wurde bei Aufführungen von dem Dirigenten zur Direktion wie auch besonders zur harmonischen Begleitung der Musit, namentlich des Gesanges, gebraucht. Der Spieler, welcher solche nicht in Noten aufgezeichnete Begleitungen auf Grund eines mehr oder Cempßbezifferten Basses auszuführen hatte, hieß Cembalist. Zu derartigen Begleitungen eignete sich der C. bei seiner rhythmischen Kraft und seinem weittragenden, harfenartigen Klange besser als der moderne Flügel, welcher ihn in dieser Hinsicht nicht ersetzen kann. (S. u. Klavier und Pianoforte.)
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 109Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei