Cipriani (Giambattista), Maler und Kupferstecher, geb. 1732 zu Florenz, kam, um sich in seiner Kunst auszubilden, in seinem 19. Jahre nach Rom, wo er sich Correggio zu seinem Vorbilde wählte. Bald erwarben ihm seine Arbeiten einen glänzenden Ruf. Durch einige Engländer, die sich in Rom aufhielten, veranlaßt, ging er 1754 nach London und ward dort eins der ersten Mitglieder der 1769 gestifteten königl. Akademie. Er starb daselbst 1785. Seine Arbeiten erfreuten sich in England großen Beifalls. Seine Zeichnung ist korrekt, seine Köpfe haben Anmut und Lieblichkeit, sein Kolorit ist harmonisch. Zu Ariostos «Orlando furiosop lieferte er eine Reihe kleiner Kupfer, worin sich die ganze Anmut seines Talents spiegelt. Im komtderse zu London versuchte er sich auch als Freskomaler.