FeedClackmannan
ErdkundeBrockhaus 1882

Clackmannan, die kleinste Grafschaft in Südschottland von nur 129 qkm mit (1881) 25 677 CE liegt zwischen dem Forth und der Grafschaft Perth und hat einen fruchtbaren und weidereichen Boden, der von den Flüssen Forth und dem von O. nach W. hindurchfließenden Devon bewässert wird. Das Thal des Devon ist berühmt wegen seiner romantischen Schönheiten und der zahlreichen Wasserfälle, namentlich des Caldron-Linn, etwa 15 km oberhalb des Dorfes Dollar. Im Norden des letztern Flusses zieht sich die Ochillkette hin, mit dem höchsten Punkte Ben-Cleugh von 719 m Abhe 59 Proz. des Areals sind angebaut und die Abhänge der Berge haben gute Weiden. Ackerbau und die Wont bilden die Haupterwerbsquellen; auch ist die ollfabrikation und der Ertrag der Steinbrüche, Kohlengruben und Eisenwerke erwähnenswert. Die Hauptstadt Clackmannan, in einer reizenden Gegend, ist eine einzige ungepflasterte Straße und hat 4425 E., die Kohlen- und Eisenbergbau sowie Handel mit Steinkohlen treiben, welche in der Nähe gegraben und im Hafen Clackmann-Pow verschifft werden, auch wollene Shawls und Tartans fabrizieren. Auf dem Gipfel eines Hügels in der Nähe erhebt sich ein 24 m hoher Turm (Clackmannan Tower), in welchem man früher Schwert und Helm Robert Bruces verwahrte. In der Grafschaft C. liegen ferner die großen Eisenwerke Devon-Iron-Works, die vom König David gestiftete Abtei Cambuskennet und das romantische Thal von Tillycoultry. Außerdem ist die Hafenstadt Alloa (s. d.) zu erwähnen, die größte der Grafschaft.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 427Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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