Conospi (aat.), ich habe es verfaßt. Sein C. unterschreiben, sich als Verfasser, namentlich einer Rechtsschrift, bekennen. (S. Konzipieren.) Conceptio (lat.), Empfängnis; C. immaculata beatae Mariae virginis, Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariä, wird in der röm.⸗ kath. Kirche am 8. Dez., in der griech.kath. am 9. Dez. (21. Dez. n. St.) gefeiert, s. unter Maria und Unbefleckte Empfängnis Mariä. ö Coneeption oder Kleine Windwardinsel, kleine Insel des Bahama-Archipels, 60 Km im SW. von San-Salvador gelegen, 7,2 àkm groß. ö Coneeptionsbai, ein Einschnitt an der Nordküste der Halbinsel Avalon in Neufundland, wo sich zahlreiche Fischeransiedelungen befinden; östlich davon liegt der Hauptort der Kolonie, St.⸗Johns. Der wichtigste Hafen ist Harbour-Grace. Coneertante, s. unter Konzert. ö Concerts spirituels (frz., ageistliche Konzerter) hießen die im 18. Jahrh. in Paris an den kirchlichen Festtagen, an denen die Theater geschlossen waren, veranstalteten Konzerte, in welchen Tonwerke ernsten Inhalts (nur anfangs vorwiegend eistliche) zur Aufführung kamen. Sie wurden von Philidor 1725 ins Leben gerufen und im Schwei-Imten der Tuilerien an 24 Tagen jährlich abgehalten. Die Revolution machte ihnen 1791 ein Ende. Die Concerts spirituels hatten eine ähnliche Bedeutung wie gegenwärtig die Concerts du Conservatoire. Jetzt finden Concerts spirituels in Paris nur in der Charwoche statt (seit 1805) und beschränken sich auf religiöse Musik. Concetti (ital.), eigentlich Gedanken, Einfälle, in prägnanter Bedeutung soviel wie glänzende Einfälle, Redewendungen, Metaphern u. s. w., meist jedoch mit dem Nebensinn des Erkünstelten und Geschmacklosen, z. B. wenn die Sonne als die Königin der Kerzen bezeichnet wird. Concha (in der Architektur), s. Apsis. Concha (Don Manuel Gutierrez de la), Marquis del Duero, span. General, Are 25. April 1808 zu Cordoba del Tucuman im Vizekönigtum Buenos-Ayres, kam nach dem Tode seines Vaters, der als Brigadier der königl. Flotte im Kriege Spaniens gegen die Aufständischen am La Plata fiel, nach Spanien, wo er 1820 als Kadett in die Reales Guardias aufgenommen wurde. Noch vor Ausbruch des Bürgerkriegs zum Lieutenant in der Guardia Real moderna ernannt, zeichnete er sich im Feldzuge gegen die Karlisten mehrfach aus und wurde 1840 Feldmarschall und Generalkommandant der Provinzen Guadalajara, Cuenca und Albacete und später der Provinz Catalonien. Nach der Beendigung des Bürgerkriegs nahm er 7. Okt. 1841 Anteil an dem Militäraufstande gegen die Regentschaft Esparteros und flüchtete sich dann auf einige Zeit na sdon 966 Im J. 1843 wurde er von der provisorischen Regierung zum Chefgeneral von Andalusien ernannt. Er zwang Espartero, sich auf das engl. Schiff Malabar im Hafen Sta. Maria zu retten, und nötigte sodann Saragossa, das sich für Espartero erhoben hatte, zur Übergabe. Im J. 1845 wurde er zum Generalkapitän von Catalonien ernannt, welche Provinz sich gegen die Konskription, als ihren alten Vorrechten widersprechend, aufgelehnt hatte. Er erstickte den Aufstand in 14 Tagen. Im März 1847 erfolgte C.s Ernennung zum Generalkapitän von Allcasti lien und zum Befehlshaber des Beobachtungsheers an der portug. Grenze. Er belagerte Oporto und es gelang — die portug. Frage ohne Blutvergießen zum Austrag zu bringen. ieger wurde er von seiner Regierung in die Grandeza erster Klasse mit dem Titel eines Marquis del Duero aufgenommen. Im J. 1849 kommandierte er die span. Armeeabteilung, welche im April nach Italien segelte, um den Papst Pius IX. wieder in seine weltliche Herrschaft einzusetzen; er besetzte 1. Mai Terracina und ging im Dezember nach Spanien zurück, wo er seine Stellung als Generalkapitän von Catalonien wieder einnahm. In Gemeinschaft mit O'Donnell, Gonzales Bravo u. a. richtete er Ende 1853 eine Adresse an die Königin Isabella, worin um Einsetzung einer liberalen Regierung und Einberufung der Cortes gebeten wurde. C. wurde infolge dessen nach den Canarischen Inseln verbannt, entfloh aber von dort nach Frankreich, kehrte im folgenden ißt, sind unter K aufzusuchen. Jahre, als Narvaez durch O'Donnell gestürzt war und Espartero Ministerpräsident wurde, nach Spanien zurück, wurde in Rarse Würden wieder eingesetzt und erhielt den Marschalltitel. Während des marokk. Feldzugs wurde er zum Chefgeneral des ersten Heeres und Distrikts von Andalusien ernannt und blieb 1860—64 in dieser Stellung. Nachdem er 1866 neun Monate lang den Posten eines Chefgenerals der Heere von Catalonien, Araonien und Valencia bekleidet, verblieb er bis 1868 räsident der beratenden Kriegskommission und wurde in demselben Jahre zum Chefgeneral von Castilien ernannt, nachdem sein Bruder José das letzte Kabinett der Königin gebildet hatte. Nach der Schlacht von Alcolea (28. Sept. 1868) übertrug ihm letzterer noch den 1 6 der Über die Truppen von Madrid. Manuel C., der schon zeitweise kein Geheimnis daraus gemacht hatte, daß die Stellung der Königin unhaltbar geworden sei gegenüber dem entschiedenen Willen der Demokraten, Progressisten und Unionisten, es lieber auf den blutigsten Ton aunnahr ankommen als die Königin auf den Thron uekon ehren zu lassen, erklärte dem madrider Revolutionsausschuß, er wolle nur die Ordnung erhalten, bis die Sieger eintreffen. Hierauf lebte C. im Auslande, bis er 14. April 1874 um Kommandanten des dritten Nordheers, 13. ai zum Chefgeneral desselben ernannt wurde. Er kämpfte siegreich in den Gefechten von Muñecaz und Galdames (27., 28., 30. April), infolge deren die Karlisten die Belagerung von Bilbao aufgaben, wo er 2. Mai einzog. Dann nahm er Villareal und die Höhen von Arlaban 24. Mai und wandte sich nun gegen Estella, den Hauptsitz des Prätendenten. Am 25. Juni eroberte er durch eine Um Monte bewegung die Stellungen der Karlisten au onte-Esquinza, wurde aber 28. Juni bei einem Angriff gegen die Verschanzungen des Berges Muru (bei Estella) von einer feindlichen Kugel getötet. Vgl. „Relacion historica de la ultima campana del Marques del Dueros (Madr. 1874). C.s jüngerer Bruder, Don José Gutierrez de la C., Marques de la Habana, diente zuerst in Amerika und machte dann gleichfalls seine Laufbahn hauptsächlich im Karlistenkriege. Im J. 1849 wurde er als Generalkapitän nach Cuba geschickt, aber infolge des Flibustier-Einfalls von Lopez 1852 wieder abberufen. Im folgenden Jahre Ra er mit seinem Bruder zur Opposition über. Nach Majorca verbannt, floh er im Jan. 1854 nach Frankreich, wo er in Bordeaur interniert blieb, bis ihn die Julirevolution desselben Jahres nach Spanien zurückrief. Er wurde abermals nach Cuba als Generalkapitän geschickt, jedoch bereits 1856 durch Narvaez wieder abgesetzt. Im Juli 1862 als Gesandter nach Paris geschickt, gab er bereits im Dezember seine Entlassung, nahm im März 1863 im Kabinett Miraflores' das Kriegsministerium an und bekleidete sodann provisorisch das Ultramarministerium. Am 18. Sept. 1868, als Gonzalez Bravo nach der Erhebung von Cadiz seine Entlassung gab, wurde José de la C. mit der Bildung eines neuen Ministeriums betraut. Er teilte unverzüglich Spanien in vier große Militärbezirke und sch te ein Heer unter Novaliches nach Andalusien. Als dieses bei Alcolea unterlegen war, legte er 29. Sept. den Oberbefehl nieder. Von 1872 bis 1875 hatte C. die Stellung eines Generallapitäns von Cuba inne; doch gelang es ihm nicht, die Ruhe dort 307½7 Nach dem Regierungsantritt Alfons XII. im Jan. 1875 zog er sich vom öffentlichen Leben zurück.