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GeschichteBau-Lexikon 1881

Appui-main, m., frz., J. Laufsteg am Treper. — 2. Malstock. ver, v. r., frz. (Kriegsb.), sich stützen, anlehnen s. d. betr. Art. senbaum,‚ m. (Prunus Armeniaca, Fam. Ro⸗ „bei uns nur einzeln, in Kleinasien, Armenien angebaut, dort dient sein Holz ebenso als Nutzei uns das anderer Obstbäume. Der April findet sich dargestellt als ein freudig Jüngling mit hoch aufgeschürztem Gewand und per in der Hand, ihm zu Füßen eine Sphinx, uf einem mit geometr ischen Figuren bezeichneten das Bild der Venus. Ukapelle, f., frz. chapelle apsidiale, engl. appel, s., Chorkapelle, s. d. u. Kapellenkranz. ola, f., frz. apsidiole, f., Nebenapsis, kl. Apsis. die Bohlenträger gewölbförmiger Holzdecken als für das Gewölbe gebraucht. — 2. A., fälschlich auch Absis, Abside, selbst Abseite geschrieben, frz. apsé, f., apsidé, f., abside, f., rond-point, m., tribunal, m., chevet, m., engl. apse, apside, tribunal, lat. apsis, hapsis, concha, exedra, f., ital. fondo rotondo, auch Altarnische, Tribunalnische, Rundhaupt, Chorhaupt, Chornische, Konche etc. genannt. Schon in späterer römischer Zeit wurde die Benennung Apsis bes. auf halbkreisförmige überwölbte Räume, also auf große Nischen übertragen. Viele antik römische Gebäude, Tempel sowohl als Grabmäler und Handelsbasiliken, Säle in den Palästen u. Thermen hatten solche Apsiden. In der altchristlichen Baukunst hielt man diese Nische wegen ihrer Gestalt besonders passend zur hintern Abschließung des Altarendes der Kirche, und so ging die Benennung Apsis über auf die Tribunalnische bei den altchristlichen Basiliken, auch Tribuna genannt, welche zwar anfangs oft auch viereckig, bald aber fast stets halbkreisförmig, bald als Exedra aus dem Gebäude hinausgeschoben, bald in dasselbe eingebaut, versteckt, äußerlich nicht sichtbar, immer aber um einige Stufen über dem Schiff erhöht war. Fig. 221 zeigt die A. der Kathedrale von Torcello. Als der Ritus komplizirter wurde, die Anzahl der Geistlichen sich vermehrte und die Hierarchie eine größere Absonderung der Geistlichkeit von der Gemeinde herbeiführte, wurde die Tribüne dadurch verlängert, daß man zwischen die halbkreisförmige Nische und das Querschiff noch einen quadratischen Raum einschob. Der so gewonnene Raum wurde gegen das Querschiff hin mittels einer Schranke abgeschlossen und der chorus, welcher früher im Schiff war, mit hineingezogen. Dadurch bekam dieser Raum den Namen des hohen Chores. Noch vor dieser Umwandlung hatte man, den Seitenschiffen entsprechend, kleine Tribunalnischen, Seitenabsiden (lat. conchulae, apsidiolae) für die Nebenaltäre angebracht, welche sich später hier und da zu vollständigen Kapellen erweiterten. Näheres über die altchristliche A. und ihre Gestaltung, sowie den allmählichen Ubergang in den hohen Chor, s. unt. d. Art. Basilika, byzantinischer Stil, Chor, romanischer Stil, Kirche rce. ö

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 138Scan: Getty Research Institute (Internet Archive) · gemeinfrei

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