FeedCouvade (frz.)
Sitten & ModeBrockhaus 1882

Couvade (frz.), eine seltsame, als Männerkindbett» bezeichnete, bei Indianerstämmen Südamerikas, einzelnen Negervölkern, doch auch bei den Basken sowohl auf span., als auf franz. Seite der Pyrenäen (hier namentlich mit dem Namen C. belegt) herrschende Sitte, Oater welcher nach der Geburt eines Kindes der Vater wie eine Wöchnerin behandelt wird, wogegen die Frau alsbald wieder die häuslichen Geschäfte besorgt. Dem Brauche liegt der Aberglaube zu Grunde, daß ein anderes Verhalten des Vaters dem Neugeborenen schade. Vgl. Ploß, Das Kind in Brauch und Sitte der Völkery (2. Aufl., Bd. 1, Berl. 1882). ine.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 649Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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