Damast (frz. damas, engl. damasl), eins der schönsten Erzeugnisse der Kunstweberei, ursprünglich ein mit Figuren (meist Blumen) auf Atlasgrund durchwirktes, einfarbiges Seidengewebe, dessen Herstellungsart nach einigen von den Babyloniern, nach andern von den Einwohnern der Stadt Damascus erfunden sein soll, jetzt ein außer aus Seide auch aus Leinen, Baumwolle und Wolle größtenteils mit Hilfe der Jacquardmaschine verfertigter, ein⸗ oder mehrfarbiger Stoff mit großen Mustern von außerordentlich mannigfaltiger Zeichnung, Blumen, Arabesken, Tiergruppen, Landschaften u. s. w. Das Gewebe ist durchweg ein fünf-bis achtbindiger, in den feinsten Sorten selbst zwölfbindiger Köper, der in den Figurenteilen anderer Art als im Grunde sein muß, da dem Wesen des eigentlichen D. entsprechend nur auf dieser Verschiedenheit die Erzeugung des Musters beruht. Als die rechte Seite gilt diejenige, auf welcher der gewöhnlich aus etwas feinerm Material bestehende, nicht ganz so dicht als die Kette liegende Einschlag die Figur bildet. Die größte Mannigfaltigkeit mit nene D. auf Muster, Feinheit, Breite zeigt der leinene D., der gegenwärtig fast nur noch abgepaßt, d. h. nach bestimmtem Maß mit Einfassung, Mittelstück und Eckstücken gearbeitet zu Tafeltüchern, Servietten und Handtüchern verwendet wird. Derselbe ist entweder ganz weiß, indem das Muster an der einen Seite glänzend in mattem Grund, au der andern matt in glänzendem Grunde erscheint, oder weiß und gelblich (naturfarbig) „ indem die Figur auf der einen Seite heller in dunklerm Grunde, auf der andern dunkler in hellerm Grunde erscheint. Weißer baumwollener D. dient als wohlfeiler Ersatz des leinenen zu Tischzeug u. s. w.