Debordieren (frz.), überlaufen (von Gewässern, der Galle u. s. w.); auch Unerfegen: im militärischen Sinne: den Gegner überflügeln; Debordement, überschwemmung; Ausschweifung. iwarbe (frz.), gleichbedeutend mit Ausgang, und zwar bezüglich einer diesseitigen Truppe der dem Gegner zunächst gelegene Anfang eines Engweges, Defilees u. s. w. Daher Debouchieren: über den Ausgang eines Defilees vorbrechen, eine Aufgabe, welche angesichts des Feindes erhebliche Schwierigkeiten darbietet. Die Ränder des D., bei Wäldern die Lisiere, bei Dörfern die Umfassung, bei Brücken die Ufer u. s. w. müssen dann stark, möglichst auch mit Artillerie, besetzt werden; unter diesem Schutz sucht dann zunächst Infanterie Terrain zu gewinnen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 925Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei