Diamantsteinschärfmaschine (frz. machine à rhabiller les meules au moyen d'un diamant rotatif, engl. apparatus for edging millstones by means of a rotating diamond), ein zum Schärfen der Mühlsteine auf mechan. Wege dienender Apparat, dessen wirkender Teil in einem auf einer sehr schnell rotierenden Welle befestigten Diamanten besteht, welcher den Stein gewissermaßen ausfräst. Die bekanntesten und besten Konstruktionen dieser Art sind die von Golay, Puhlmann, Millot, Adler u. Rivene und von Fossey. Die nachstehende Abbildung zeigt die Golays ch e Diamantsteinschärfmaschine, der alle andern 1 im Prinzip ähnlich sind. Die Welle mit dem Scheibchen, in welchem der Diamant befestigt ist. macht etwa 6000 Touren pro Minute. Diese Welle ist ö in einem Support gelagert, welchem die zur Hervorbringung der Furchen und Sprengschläge erforderlichen Längen⸗ und Querbewegungen durch den Mechanismus selbstthätig erteilt werden, sodaß der betreffende Arbeiter die Maschinen nur einzustellen und zu überwachen braucht. Die Maschine hat einen soliden Rahmen, mit welchem sie auf den Stein gesetzt wird. Die vertikale Hauptwelle in der Mitte der Maschine wird durch eine Schnur von der Transmission aus angetrieben und eine zweite Schnurscheibe, von welcher aus sowohl die Diamantwelle in Rotation gesetzt wird, als auch die verschiedenen Bewegungen der Maschine vermittelt werden. Ein tüchtiger Arbeiter kann mit einer solchen Maschine täglich zwei Steinpaare schärfen, wobei der Aufwand an Diamanten durchschnittlich 1 Mark pro Steinpaar beträgt, und auch in qualitativer Hinsicht liefert die Arbeit der meisten D. bessere Resultate als die Handarbeit.