Diskus (grch.) hieß die steinerne oder metallene, in der Mitte, wo ein gewöhnlich lederner Handgriff ahtnrende war, stärkere, nach dem Umkreise flacher ablaufende Wurfscheibe, welche zu gymnastif er Üübung bei den Griechen von uralter Zeit her in Gebrauch war. Mit dem D. tötete der Sage nach Apollo den Hyacinth; im Homer wird das Diskuswerfen oft erwähnt, und in den Olympischen Spielen bildete es nebst dem Speerwurfe, dem Laufe, Sprunge und Ringkampfe das sog. Pentathlon oft von Künstlern in Statuen dargestellt, unter denen die des Myron, von der antike Nachbildungen sich erhalten haben, die berühmteste war. (S. Tafel: Bildnerei II, Fig. 5.) Vgl. Pinder, über den Fünfkampf der Helleneno (Berl. 1867).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 392Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei