Epiphysis (arch.), Epiphse, Anwuchs, heißt in der Anatomie während des Knochenwachstums der mit Gelenkrollen versehene Knochenfortsatz der Röhrenknochen, welcher durch eine Kuorpelscheibe, den sog. Epiphysenknorpel, mit dem ittelstück, der sog. Diaphöse, des betreffenden Knochens verbunden ist und vorzugsweise das Längenwachstum des Knochens vermittelt. Nach vollendetem Wachstum verschwindet der Epiphysenknorpel vollständig und die C. verschmelzen durch knöcherne Verbindung so innig mit dem Mittelstück der Röhrenknochen, daß von der vorher bestandenen Trennung fortan keine Spur mehr zu erkennen ist. Bisweilen entzünden sich bei jugendlichen Personen infolge von Verletzungen oder Erkältungen die Epiphysenknorpel und es kommt dadurch zur Lostrennung und Ablösung der E. von der Diaphyse (sog. Epiphysentrennung), wodurch ähnliche Symptome wie beim Knochenbruch entstehen.