FeedHyperostöse (grch.)
HeilkundeBrockhaus 1882

Hyperostöse (grch.), die ½ der Knochen, tritt entweder als eine umschriebene, rundliche oder höckerige Geschwulst, als sog. Exostose (s. d.) oder als eine gleichmäßige diffuse Verdickung des ganzen Knochens (H. im engern Sinne) auf; im letztern Falle betrifft die Knochenneubildung häufig nur die Oberfläche des Knochens, sie kann aber auch die Markräume im Innern des Knochens befallen und die letztern durch neugebildetes Knochengewebe mehr oder minder vollständig zum Verschwinden bringen, wodurch der vordere schwammige (spongiöse) Knochen in eine kompakte, feste, elfenbeinharte Masse verwandelt wird (sog. Sklerose, Eburneation oder Verhärtung des Knochens). Die H., welche am häufigsten die großen Röhrenknochen des Körpers, sowie die Schädelknochen ergreift, ist meist die Folge einer schleichenden Knochen-oder Knochenhautentzündung, tritt nicht selten im Verlaufe der konstitutionellen Syphilis auf und pflegt, wenn sie einmal einen bestimmten Grad erreicht hat, sich nicht wieder zurückzubilden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 507Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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