Flammeublume (Phlox), Gattung der Familie der Polemoniaceen, in Nordamerika und Ostasien einheimisch, der Mehrzahl nach harte und einjährige Stauden mit regelmäßigen weißen, rosenroten oder purpurnen, oft in Rispen oder doldenförmigen Trugdolden gesammelten Blumen. Mehrere der hierher gehörigen Arten wurden schon seit der Mitte des 18. Jahrh. in die europ. Gärten eingeführt und gehören zu den schönsten und populärsten Ziergewächsen. Durch langjährige Kultur Tarte sie noch an Schönheit gewonnen und so viele rbenvarietäten und Blendlinge erzeugt und erzeugen sie noch alljährlich, sodaß ihr blumistischer Reichtum fast unerschöpflich erscheint. Die bedeutendern unter den perennierenden F. sind P. maculata, paniculata und decussata, welche aber durch die aus ihnen entstandenen zahlreichen Blendlinge (P. hybrida) fast aus den Gärten verdrängt worden sind. Letztere bilden mit ihren mehr oder weniger zahlreichen und verästelten Stengeln laubreiche Büsche von verschiedener Höhe (40 em bis Im) mit mehr oder weniger großen und dichten Blütenrispen, welche bei manchen Sorten schon Ende Juni, bei andern erst im September, bei den meisten im Juli und August erscheinen. Die Blumen sind bald wohlriechend, bald geruchlos und in die schönsten 4* gekleidet, welche durch Rosa, Lila und Violett die ganze Farbenskala vom reinsten Weiß bis zum dunkelsten Rot und Purpur durchlaufen; auch sind sie häufig durch ein helleres oder dunkleres Auge oder einen Stern in der Mitte oder durch Streifen verziert. Die wertvollsten Spielarten verdanken wir franz. Blumisten. Andere perennierende F. haben eine abweichende Wachstumsweise, indem sie dicht über dem Boden einen Laubteppich bilden, der sich bald im Frühjahr, bald im Sommer mit rosen- oder purpurroten, oft gesternten Blumen bedeckt, wie P. verna, subulata, setacea u. a. Die einjährigen P. Drummondi, welche in Texas einheimisch ist, ist eine steifhaarige Pflanze mit gabelteiligen, 3050 em hohen Stengeln und länglichen oder lanzettförmigen Blättern. Die Blumen sind größer, als bei den übrigen Arten dieser Gattung und sind auf achselständigen Stielen zu kleinen Doldentrauben genähert. Ihre Färbung ist je nach den Varietäten weiß, rosa, scharlach, karmesin, purpur oder violett; hierzu kommen noch bald hellere, bald dunklere Augen, Sterne, Streifen oder Marmorflecken. Sehr schön sind vor allen andern die Farbenvarietäten der großblumigen Form (var. grandiflora). Die einjährigen F. werden im März in das Warmbeet, die perennierenden unmittelbar nach der Samenreife gesäet, letztere aber auch durch Stockteilung oder Wurzelschößlinge im Frühjahr vermehrt. Länger als drei Reben sollte man die Teilung der Stöcke nicht aufschte en.