Epimedium L., Sockenblume, zu den Berberideen gehörige Gattung, welche kleine, mit ihrem Rhizom ausdauernde Alpenpflanzen Europas und Nordasiens umfaßt. Sie ist charakterisiert durch meist dreizählige Blätter und regelmäßige, an der Spitze der Stengel rispenartig geordnete Blumen mit vier gespornten Blumenblättern, sodaß sie kaum ihre Verwandtschaft mit der Gattung Berberis verraten. Die ziemlich zählreichen Arten stimmen alle im Habitus überein. Ihre aufrechten, auf dünnen, steifen Stielen stehenden Blätter bilden recht elegante Büsche, welche noch lange nach der Blüte, bisweilen bis gegen das Ende des Winters ihr frisches Grün bewahren. Die Blütezeit tritt im April und Mai ein, doch sind die schönen Blumen von kurzer Dauer. Die in den Gärten am häufigsten angepflanzten Arten sind: E. macranthum und seine Varietäten, mit weißen Blumen, E. diphyllum, roseum, lilacinum, sinense, mit rosaweißen, E. violaceum mit rein violetten, E. pinnatum, alpinum, sulphureum mit gelben, etwas purpur oder braun überhauchten, und endlich E. atropurpureum mit größern, außen karminroten, innen blaßgelben Blumen. Alle diese Arten, obgleich in unserm Klima hart, geben wenig oder gar keinen Samen und müssen daher durch Teilung des Stocks vermehrt werden. Sie gedeihen nur in grobbrockiger, frisch zu erhaltender, mooriger Heideerde und in etwas schattiger Lage. Ihren Namen tragen diese hübschen Ziergewächse von der Form der Blumenblätter.