Foneiermaschine oder Grundiermaschine, eine bei der Fabrikation der Buntpapiere und der Tapeten benutzte mechan. Vorrichtung, welche auf das in Rollen vorgelegte Papier die Farbe auf: trägt, dieselbe ausbreitet und sie gleichmäßig auf der Oberfläche verreibt. x Fond (frz.), Grund, Boden; der hinterste, ent-H legenste Teil von Etwas, Hintersitz im Wagen, Hintergrund eines Gemäldes, einer Bühne; im über-I tragenen Sinne: Grundlage solider Kenntnisse, Wissensschatz, Geistesfülle, innerer sittlicher Gehalt (ogl. Fonds); à kond, gründlich, aus dem Grunde; tkonds perdu, eigentlich auf Leibrenten angelegtes, eisernes Kapital; figürlich: ohne Aussicht auf Wiedererlangung. +π in der Musterweberei soviel wie Grund. onda, in Spanien ein Gasthof ersten Ranges. Fondamento (ital.), Fundament, in der Musit die Grundstimme, der Grundbaß. Fond du Lae, Hauptstadt des gleichnamigen County, Eisenbahnknotenpunkt und wichtiger Handels⸗ und Stapelplatz im nordamerik. Unionsstaate Wisconsin am südl. Ende des Winnebagosees, 100 km nordnordwestlich von Milwaukee, 280 km von Chicago an der Chicago-Northwestern⸗,Milwaukee-Air-Line⸗ und Sheboygan-F.⸗Eisenbahn gelegen, zählt (1880) 13094 CE., darunter 3530 Ausländer. Mit der Greenbai des Michigansees steht F. durch Dampfschiffahrt in Verbindung. Die gewerbreiche Stadt bildet den Mittelpunkt eines ausgedehnten Getreide⸗, Schinken⸗ und Holzhandels, ist von einem fruchtbaren, ackerbautreibenden Distrikt umgeben und verschifft große Mengen Heu, Pferde und Rindvieh nach den Minenregionen des Obern Sees. Zahlreiche artesische Brunnen versehen die Stadt mit vorzüglichem Wasser. F. hat gute öffentliche Schulen und über 20 Kirchen. Eonderie (irz.), Gießerei, Schmelzhütte. Fondi (das antike Fundi), Stadt in der ital. Provinz Caserta (ehemals Terra di Lavoro), 22 km im NW. von Gata und 5 Km vom Meere, auf einer hhne zählt (1881) 7520 E. In einer Zelle des hiesigen Dominikanerklosters studierte der heilige Thomas von Aquino. Hier gewann man im Altertume die berühmten Weine von Cecuba. F. war der Mittelpunkt der Streifzüge der berühmten Räuber Fra Diavolo und Mammone. Neben der got. Kathedrale steht das alte Schloß der Fondi mit bezinnten Türmen. Fonds (frz., die Pluralform von fond: Grund, Grundlage) bezeichnet eine Geldanlage, Grundkapital, Stammgeld u. s. w. Offentliche Fonds werden in Großbritannien vorzugsweise diejenigen Staatseinnahmen genannt, welche bei Staatsanleihen zur Tilgung des Kapitals und der Zinsen überwiesen zu werden pflegen. Der Gebrauch, dieses zu thun, entstand unter der Regierung Wilhelms III., und jede Anleihe erhielt ihren besondern F. Da aber zuweilen der eine F. nicht ausreichte, während ein anderer noch überschuß hatte, so schlug man später mehrere F. zusammen und bestritt aus ihrem gemeinschaftlichen Ertrage die Zahlungen, für welche sie bestimmt waren. Auf diese Weise entstanden seit 1715 die Gesamtfonds (aggregate fund); der Südseefonds, der allgemeine F., der Amortisationsfonds (sinking fund) und endlich der konsolidierte F., der seit 1786 nach Aufhebung der genannten F. die Gesamtheit der öffentlichen Einkünfte mit Ausschluß der jährlichen Bewilligungen vereinigt. Aus diesem F. werden die Zinsen und fälligen Kapitale des ganzen Staatsschuldenwesens, die Zinsen der Schatzkammerscheine, die Civilliste, alle Pensionen, Gehalte u. s. w. bezahlt; der Überschuß aber wird jährlich von dem Parlament für die Bedürfnisse des laufenden Jahres angewiesen. In Frankreich wurde der Ausdruck Fonds publics schon früh auch auf solche Staatsschuldverschreibungen angewendet, die eine Fundierung auf bestimmte Einnahmequellen gar nicht besaßen, und so wird das Wort auch in Deutschland häufig als gleichbedeutend mit Staatspapier gebraucht.