FeedFoltz (Ludwig)
BaukunstBrockhaus 1882

Foltz (Ludwig), Bruder des vorigen, Architekt und Bildhauer, geb. 23. März 1809, war bereits seit 1825 unter Arnold am Münster zu Straßburg und seit 1828 unter Lasaulx am Ausbau des Schlosses Rheineck beschäftigt. Nachdem er 1830— 32 die münchener Akademie besucht hatte, trat er in das Atelier Schwanthalers und folgte dort seiner Neigung für altdeutsche Kunst. Von seinen spätern selbständigen Arbeiten sind hervorzuheben: die Restauration des dem Grafen von Armansperg gehörigen Schlosses Egg bei Deggendorf, die königl. Villa zu Regensburg, die Herstellung des königl. Residenztheaters zu München, zahlreiche Restaurationen von Schlössern und Kirchen, viele Monumente, Grabmäler u. s. w. Seit 1837 bekleidete F. einen Lehrstuhl an der Gewerbeschule zu Regensburg und schend bald darauf eine Professur an der Polytechnischen Schule zu München, wo er 10. Nov. 1867 starb. Seine letzte Thätigkeit galt zahlreichen plastischen und kunsttechnischen Ausschmückungen der Liebfrauenkirche zu München, für welche er gegen 100 Figuren und Geräte vollendete.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 944Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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