Abklatsch, m., frz. cliché, engl. dabbing. In der Baukunst kommen besonders folgende Arten von A. vor: 1. Thonabklatsch. Um ein an der Wand befestigtes Gips-oder Steinornament, Metallrelief oder dgl. in Thon abzuklatschen, nimmt man einen ungefähr dazu genügend großen weichen Thonklumpen und schlägt ihn mit solcher Gewalt schnell gegen das Original, daß er sich breit drückt und in die Vertiefungen hineinfährt; dann zieht man ihn vorsichtig und langsam wieder ab und hat so eine Thonform, in die man entweder sogleich Gips gießen kann, um Abgüsse zu erhalten, oder die man trocknen und brennen läßt, um dann Abdrücke zu erhalten; s. übr. Form. —2. WMetallabklatsche. Wenn von einer Holzschnitplatte, Druckform oder dgl. so viel Abdrücke gemacht werden sollen, daß man befürchtet, das Holz möchte sich zu sehr abnutzen, so fertigt man davon Metallabklatsche oder elichés; s. d. Art. 3. Papierabklatsche. Um auf Reisen, wo man sich nicht mit schwerem Gepäck schleppen will, Reliefs zu copiren, nimmt man ganz weiches, ungeleimtes oder schwach geleimtes Papier, benetzt es mit Leimwasser, drückt es mit einem zusammengeballten Tuch an den zu eopirenden Gegenstand und läßt die so geronnene Form in mäßiger, aber auch nicht zu geringer Wärme trocknen. In sehr warmen Gegenden kann man auch geleimtes Papier nehmen u. braucht es nur sehr stark mit bloßem Wasser zu netzen.