Wasserfar be, f., 1. franz. couleur de trempe, engl. Waber-Colour. Man wende Wen nur auf Gegenständen an, die der Luft nicht zu sehr ausgesetzt sind, also zu Zimmer⸗ und Theaterdekorationen, chaften von Holz, die im Innern bleiben und keiner Reibung unterworfen sind etc. Man muß den anzustreichenden Gegenstand zuerst hinlänglich mit Leim, Gummi oder dgl. tränken, um die Poren an der Oberfläche, etwaige Fugen etc. zu verstopfen. Mit Leimwasser geschehe das Tränken zwar heiß, damit die Flüssigkeit recht tief einzieht, aber niemals kochend, da eine übermäßige Hitze einen Körper, der nachzugeben fähig ist, leicht krumm zieht. Will auf Holz etc. dieser Leimgrund nicht recht haften, so reibe man die Fläche vorher mit Knoblauch gut ab. Man giebt nach diesem Leimtränken gern einen weißen Grundanstrich, denn es heben sich auf solchem die Farben am schönsten und kräftigsten hervor. Auf Holz; bestehe dieser weiße Grund aus Bleiweiß od. geschlämmter Kreide, mit Leimwasser versetzt. Solchen Grund vertragen Papparbeiten nicht gut, da die Farben leicht abspringen oder Risse bekommen, sondern man überzieht sie besser mit stärkem weißen Papier und giebt darauf mit der Farbe die Anstriche. Es sind in der Regel zwei Anstriche erforderlich; ist der erste geschehen und hinlänglich trocken geworden, so schleift man ihn mit Schachtelhalm oder dergl. zu Entfernung aller Erhabenheiten. Giebt man mehr als zwei Anstriche, so reibe man jeden besonders ab. Der letzte muß so dünn als nur möglich aufgetragen werden. — 2. Aqua rellfarben, W. zu Wasserfarbenmalerei, Wassermaleret, franz. peinture en détrempe, à gouache etc., engl. painting in water-Colours. Die meisten dieser Farben kommen als Tuschfarben in viereckigen Stückchen in den Handel und sind mit Gummi als Bindemittel versetzt. Man kann aber auch Farbenpulver selbst mit Gummiwasser anmachen, oder mit schwachem Leimwasser. Die meist runden Honigfarben sind in der Regel etwas feiner, lösen sich aber beim Aufbringen des weiten Anstrichs leich40 auf. Die sogen. Feuchtfarben, engl. woist-colours, scheinen aul 22—— u. Zucker angemacht zu sein, bewähren sich aber insofern nicht, als sie meist in den Blechküstchen, in denen sie zum Handel kommen, nicht sehr lange feucht bleiben, sondern verhärten und dann sehr schwer lösbar sind, für das Malen in mehr als zwei Schichten oder Auftrügen aber doch zu wenig Bindemittel haben, sich leicht wieder verwischen, ja selbst später bei feuchter Luft leicht das Binden mit dem Papier verlieren; etwas besser sind die moist-colours in tubes. Man kann sich moist-olours leicht selbst bereiten mit Gummiwasser unter Zusatz von etwas Zucker. Noch einige andere Rezepte s. in den einzelnen Farbeartikeln sowie unter Farbe, Anstrich, Leimfarbe, Kalk, Milch etc. — 3. Farbe des Wassers, frz couleur d'eau, engl. colour of wWater, dieselbe ist bekanntlich sehr verschieden in den verschiedenen Flüssen und Meeren und läßt sich daher eine Anweisung zu Nachbildung derselben kaum geben. zu Bekleidung von Böschungen, welche vom Wasser bespült werden, auch zu Gangbar rmachung von Wrnt 2c. Sie bestehen aus dem stärksten Reisig u. werden überdies noch durch eingebundene Steine beschwert. WMasserfaß, v., mit Wasser angefülltes kleines Faß, welches bei der Arbeit dem Maurer zur Seite steht.