Andesin, m., Art Feldspat, nach seinen äußeren Eigenschaften dem Albit sehr ähnlich; besteht aus 59,30 Kieselerde, 24,3 Thonerde, 18 Kali, 6,53 Natron, 5,,½ Kalk, 1/8 Talkerde, 1,5 Eisenoxyd, spez. Gew.: 2,3; schmilzt leichter als Albit, leuchtet intensiv in Weißglühhitze, giebt milchiges, poröses Glas, verwittert sehr leicht, giebt gutes Aufschuttmaterial für Chausséeen. Der Kölner Dom ist zum Theil daraus gebaut. Rein weiße, metallfreie Varianten werden mit Vortheil zu Glasur von Steinwären benutzt.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 95Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei