Balgschwengel, m., algenstange, k. Balgwippe, f. franz. branloire f. du soufflet, engl. rock-staff, ein um eine am Balgbock befestigte Welle bewegliches Holz von 6 bis 7 m. Länge über dem Blasebalg, welches auf der einen Seite mit Steinen beschwert ist; indem diese Seite niedergedrückt wird, hebt die andere Seite den vorher durch Menschen-oder Maschinenkraft niedergedrückten Balgdeckel, sobald z. B. der Däumling der Balgradwelle den Balgschemel, d. h. den Ansatz des Deckels, verlassen hat, wodurch der Blasebalg wieder Luft einsaugt.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 229Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei