Glockenschwengel, Glockensteert, m., franz. fléau m. de cloche, bascule, engl. lever, crank, bell-swipe, das an der unteren Seite des Glockenjochs quer befestigte Holz, an dessen Ende sich das Glockenseil, frz. corde, raban, engl. bellrope, span. cuerda, befindet, um die Glocke durch Ziehen in Bewegung zu setzen. Wird die Glocke getreten, so sind zwei oder vier kurze starke Bohlen oberhalb am Glockenjoch angebracht. Wo die Seile durch eine Balkenlage gehen, mache man die dafür bestimmten Oeffnungen mindestens 60 cm. lang u. etwas breiter, als es die Stärke des Seiles erfordert, und bringe an beiden Seiten zwei polirte, leicht drehbare Holzwellen an, damit das Seil beim Auf⸗ und Abziehen nicht leide.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 480Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei