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BaukunstBau-Lexikon 1881

Ballestera, f., span., s. Balistrarium. Ball-gudgeon, ball-pivot, engl. (Masch.), der Kugel-Ballhaus, n., 1. franz.salle f. de paume, ou de balle, engl. tennis-court, bei den Alten und im Mittelalter ein nur zum Ballspiel errichtetes Gebäude. In Frankreich waren dieselben im 17. u. 18. Jahrhundert in der Regel etwa 25—30 m. lang, 8— 10 m. breit. In der Mitte war ein Netz (corde) querüber gezogen, der dadurch getrennte vordere Theil hieß le pied, der andere le jeu, der Boden war nach der einen Ecke hin etwas geneigt, damit die Bälle dahin rollten. Auf etwa 6 m. hohen Mauern ruhten Galerien, ballatoria, nach außen offen und nur mit Netzen verhangen, damit die Bälle nicht verfliegen konnten. Die Decke war mit Bretern verschalt, das Ganze dunkel, oft „schwarz angestrichen, um die weißen Bälle fliegen zu sehen. — 2. Jetzt so viel wie Tanzhaus, Gesellschaftshaus (s. d.).

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 241Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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